Was für einen unvergesslichen Tag! Aber alles von Anfang an.
Das Frühstück geniesse ich mit Val draussen auf der Terrasse. Es ist herrlich. Die angenehme kalte
Brise umschlingt meinen Körper und ich atme die frische Morgenluft tief ein. Doch schon 30 Minuten später, als ich das Haus verlasse ist es schon zu heiss für diese Zeit. Naja, was soll’s. Ist halt eben Sommer.
Ich mag die Freitagmorgen Stunden in der Schule nicht. In dieser Lektion besprechen und schauen wir die Nachrichten. Kurze Erklärung: es gibt diverse Sorten von Nachrichten. Die meisten Leute hier in Australien schauen ABC. Ich mag diese News auch. Die Moderatoren sprechen ungezwungen mit einander und frisch von der Leber. Aber es gibt auch langweilige News. Wie zum Beispiel die, die wir in der Schule jeweils schauen. Es ist so unecht. Künstlich und zum einschlafen. Und wir
verstehen kein Wort!!!! Hauptsächlich dreht sich das Thema um Politik, Krieg (Iran, Irak etc.) und um George W. Bush. Da ich nicht wirklich interessiert bin in diesem Thema und die Sache auch in Deutsch nicht verstehe so fällt es mir schwer, dieser Konservation in
der Schule zu folgen. Zum Glück bin ich nicht die Einzige und meine acht Schulkameraden sind ebenfalls meiner Meinung, dass dieses „Geschwaffel“ am TV zu „borring“ ist. Jedenfalls teilt Marcel (Brasilien) die Leidenschaft über Politik mit unserer Lehrerin und so sind wir froh, wenn er 2,5 Stunden lang mit ihr über dieses Thema spricht. So kann ich mich besser auf das Gesprächsthema mit Miguel und Madoka konzentrieren.
Nach der Pause am Morgen können wir in Begleitung unserer Lehrerin zum O’Day (Orientation Day) von der University of Western Australia gehen. Jedes Jahr im Sommer haben die eine riese Auswahl an Aktivitäten, welche die neue Studenten aussuchen könne. Es ist recht interessant und spannend. Doch die Sonne scheint mit voller Power auf die Wiese hinunter, es hat keinen Schatten und so wird dieser Aufenthalt sehr mühsam. Zum Glück verteilen d
ie Leute „Free-Drinks“ und uns so erfischen können. Trotz der enormen Hitze und Schweissausbruch machen Madkoka und ich uns auf den Rundgang und erforschen die australische University. Es hat viele Pools wo man sich erfrischen kann. Meistens mit Eiswürfeln gefüllt. Unter einem grossen Sonnenschirm entdecken wir einen fast leeren Pool. Wir ziehen unsere Schuhe aus uns stehen mit unseren Füssen in den mit Eis gefüllten Pool. Aaaah….herrlich!
Übrigens: auf dem einten Foto seht ihr einen Teil meiner Klasse.
Hinten: Marcel (Brasilien), June (Japan), Ich (Schweiz)
Vorne: Ben (Korea), Miguel (Spanien)
Nach einer Stunde schwitzen halten wir es nicht mehr aus und gehen wieder zurück zur Schule. Wir suchen uns ein Klassenzimmer welches kühl ist und geniessen unseren Lunch.

Um 12.45 Uhr verabschiede ich mich von Madoka und treffe mich mit meiner „New Student Group“ an der Bushaltestelle. Dort wartet bereits ein Bus auf uns. Gemeinsam fahren wir (endlich!) zum „Caversham Wildlife Park“. Nach 40 Minuten Carfahren kommen wir an und auf uns wartet bereits Bek, unsere Begleiterin durch den Park. Zuerst erzählt sie uns ein bisschen von dem Park und der Entstehung. Mir gefällt es hier total. Es hat schmale Pfade welche von lauter verschiedenen Bäumen und Pflanzen umgeben sind. Es duftet herrlich hier. Richtig erfischend. Wir folgen Bek und gelangen zu einem vergitterten Tor: „Kangaroo-Zone“. Mein Herz fängt wild an zu schlagen und ich kann es kaum
erwarten, die Tiere zu sehen. Doch bevor wir das „Käfig“ betreten können gibt es einige
Anweisungen: Nicht rennen, nicht rauchen und nicht schreien. Dann endlich öffnet Bek das Tor und wir können hinein. Es hat zwei verschiede Arten von Känguruh in diesem Bereich: Red Kangaroo and Albino Kangaroo. Vorsichtig tasten wir uns vor und begutachten die Tiere. Bek verteilt uns Futter und erlaubt uns sie zu füttern. Jööö, ein kleines Känguruh kommt auf mich zu und hüpft an mich hoch. Ich knie mich nieder und gebe ihm Futter. Es geht nicht lange und um mich herum scharrt sich eine ganze Familie. Meine Mitreisenden versuchen das Gleiche doch irgendwie klappt es bei den Asiaten nicht. Entweder hüpfen die Känguruhs davon oder sie ignorieren sie. Neidisch schauen sie mir zu wie ein Känguruh nach dem anderen zu mir
hüpft. Ich weiss nicht was an mir anders sein könnte. Ok, ich bin nicht von einem asiatischen Land. Aber ist das ein Grund? Naja, ich geniesse jedenfalls die Aufmerksamkeit der Känguruhs. Nach einer Weile müssen wir leider weiter und ich verabschiede mich mit schweren Herzen von den Tieren.
Weiter geht’s zum Wombat. Sooooo….herzig. Da das Tier recht scheu ist, darf es nur die Pflegerin halten. Neugierig bilden wir einen Kreis um sie und hören ihr aufmerksam zu. Als kleine Überraschung darf einer von uns sich neben sie setzen und den Wombat berühren. Ein riese Gedrängel veranschtalten die Asiaten weil jeder der jenige sein möchte der sich neben das Tier setzen kann. Mir wird das alles zu viel und ich stehe ein wenig entäuscht zur Seite. Bek schaut in die Runde und ihr Finger deute auf mich? Ich? Alle Augen sind auf mich gerichtet. Ich sage nur: wenn Blicke töten könnten!!! Glücklich und mit voller Freud setze ich mich neben sie uns ich berühre den Wombat Bob. Er fühlt sich so warm und kuschelig an. Plötzlich ein
realisiere ich dass um mich herum ein riesiges Blitzgewitter ist. So muss sich also ein Popstar fühlen, wenn er fotografiert wird. Ein wenig unsicher lache ich in die Kameras. Nach einigen Minuten müssen wir uns von Bob verabschieden. Er hat Hunger. Ich streichle ihm das letzte Mal über den Bauch und winke ihm zum Abschied. Er schaut mir nach und streckt seine Tatze nach mir. Es fehlt
mir richtig schwer ihn in „Stich“ zu lassen =(
Weiter geht’s ins Schlangenhaus. Ich schaue nur schnell von draussen hinein, mache ein Foto (dieses zeige ich aus Sicherheitsgründen nicht hier im Blog) und gehe wieder hinaus. Während die anderen Studenten sich darin „vergnügen“ setze ich mich auf eine Bank in den Schatten und geniesse ein wenig die Ruhe. Nach etwa 15 Minuten kommen die anderen wieder heraus und ich geselle mich wieder zu meiner Gruppe.
Jetzt sind die Koalas an der Reihe. Hier herrscht strengste Regel. Wir dürfen nur EINEN Koala berühren und müssen sehr, sehr leise sein. Bek geht vor und wir folgen ihr gespannt. Im Käfig sind
vier Koalas. Einer schläft und das ist genau derjenige den wir berühren dürfen. Die anderen drei sitzen aufeinander und machen ein Cabarett. Leider können wir nur einige Minuten hier drinnen verbringen, da die Koalas ihre Ruhe brauchen. Schnell berühre ich das Tier und streichle ihm ein paar Mal über den Rücken. Es fühlt sich sehr weich an.
Nach diesem Erlebnis müssen wir uns leider von den Tieren verabschieden und zur Schule zurückkehren.
In der Stadt treffe ich Jessjca und wir gehen ein wenig shoppen. Im „City-Beach“ probieren wir diverse Strandmode an und entscheiden uns am Schluss für eine kurze Hose. Als wir den Laden verlassen kommt uns eine enorme Hitze entgegen und wir entschliessen uns, dass wir den Heimweg antreten.
Als erstes hüpfen wir in den Pool und entspannen uns von dem anstrengenden Tag. Zum Glück gibt es bald Nachtessen, den ich habe einen tierischen Hunger. Kein Wunder nach diesem erlebnisreichen Tag.





































