Es regnet wie in strömen als mein Wecker klingelt. Huch, bin ich etwa über Nacht in die Schweiz zurück gekehrt? Nein kann nicht sein. Mein Zimmer ist nicht pink (ich hoffe es jedenfalls!) und mein Bett ist grösser als 90 cm so ich muss wohl immer noch in Perth sein! Ja ich bin es: Molly ist da. Der Himmel ist recht dunkel und als ich das Haus verlasse fürchte ich mich das erste Mal ein wenig. Ich bin mir ja schliesslich nur super Wetter gewöhnt. Auf den Strassen hat es lauter Pfützen und ich weiss
nichts Besseres zu tun als in die erst Beste hineinzuspringen…
In der Schule passiert nichts Aufregendes. Ausser, dass Rosa eine plötzliche Hungerattacke verspürt über den Mittag und ich dazu verdonnert werde, mit ihr einen Schokomuffin mit Schokostückchen zu teilen. So hart kann das Leben sein ;o))
Obwohl es immer noch in Strömen regnet, um 17.30 Uhr, begrüsst mich ein grosses Schwanen-Enten-Orchester. Die freuen sich wohl, wenn es endlich nicht so heiss und tropisches Wetter herrscht. Ich will mir das natürlich nicht entgehen lassen und bleibe eine Weile am Seeufer stehen. Irgendwie faszinieren mich diese Tiere schon und mit meine Gedanken überschlagen sich und mir kommen diverse Sachen in den Sinn, was ich nicht schon alles mit Enten und Schwänen (in der Schweiz) erlebt habe =)
Archive for März, 2008
Ein Stunde länger schlafen: ist das nicht herrlich?! Das Morgenessen geniesse ich mit Molly draussen auf der Terrasse. Während ich mir überlege was ich heute machen könnte, leisten mir Ross und Val Gesellschaft. Sie fragen mich ob ich Lust hätte nach Midland zu gehen um einige Kleinigkeiten zu erledigen. Da ich heute eh nichts Spezielles geplant habe, stimme ich zu. Mit dem Auto fahren wir etwa 20 Minuten. In Midland angekommen besuchen wir einen Markt. Es ist sehr interessant und
eindrücklich. Die Meisten verkaufen Früchte, Gemüse und Nüsse. Plötzlich höre ich ein merkwürdiges Geräusch „ommmm“ „ommm“. Was das wohl sein mag? Ross hat wahrscheinlich meine Gedanken gelesen und zeigt mit seinem Finger auf eine Treppe. Dort sitzt ein echt originaler Aborigine. Wow! Mit seinem Digeridoo unterhält er die Menschen auf dem Market. Ist echt eindrücklich.
Wir laufen weiter und wir können noch von weitem die Musik hören. An einem grösseren Stand halten wir an und Val zupft mich zur Seite und deutet mit ihren Fingern auf ein Schild: NARDINE Potato! Ich weiss ja das mein Namen den meine Eltern ausgesucht haben von einem Wein abstammt (Baroness Nadine von Rothschild) aber das ich auch eine Kartoffel repräsentiere? (Ich denke mir bei dieser Sorte einfach den R weg ;o)) Echt cool das Ganze.
Ross und Val möchten mir noch ein wenig mehr von der Umgebung zeigen und da stimme ich natürlich
sofort zu das ich einverstanden bin. Wir fahren ein wenig ins Landesinnere und ich bin sofort fasziniert. So ein total anderes Leben führen diese Leute hier auf dem Lande und weit und breit ist nichts zu sehen. Wäre ein super Ort um Partys zu feiern ohne, dass sich jemand daran stört wie laut es ist.
Wir fahren einen Hügel hoch und Val erzählt mir die Geschichte von ihrem (Ross und Val’s) erstem Haus. Sie haben dies gebaut kurz bevor sie geheiratet haben. (Kleine Geschichte: Bei ihrer Hochzeit war Val 17 und Ross 21). Oben auf dem Hügel angekommen steht ein reizendes Haus mit einem kleinen Garten. Ross und Val sind sofort Feuer und Flamme und quasseln wild darauf los und erzählen mir diverse Geschichten, welche sie hier erlebt haben. Mir gefällt dieser Ort richtig. Es ist irgendwie heimelig und ich könnte mir gut vorstellen eine gewisse Zeit hier zu leben.
Unsere Autofahrt geht weiter. Neugierig frage ich nach was unser nächstes Ziel ist. Eine Überraschung!
Das ist nicht fair. Mit jeder Minute werde ich nervöser und Ross meint ich sei wie ein kleines Kind das nicht auf Weihnachten warten kann. Nach gut einer halben Stunde kommen wir am Ziel an und mein Herz hüpft sofort fröhlich herum: Chocolate Factory Midland. Das ist wirklich eine Überraschung. Val steckt mir eine kleine Plastiktüte zu. Mit einem grossen Fragezeichen in meinem Gesicht schaue ich sie an. „You will see“. Ich öffne die Türe und mein Atem bleibt sofort hangen: es hat grosse Töpfe wo man Schokolade probieren kann und das GRATIS. Wie cool ist das denn? Ich weiss jetzt auch für was das Plasticksäckchen gut ist. Val instruiert mich in ihre Taktik, dass uns niemand sieht, wie wir Schokolade sammeln. Es ist nicht erlaubt zu sammeln oder so. Ich geniesse total den Aufenthalt und am Schluss ist mein Säckchen voll. Ein schlechtes Gewissen? Nööö…auf keinen Fall. Schokolade steht ja schliesslich in MEINER Nahrungskette, nebst dem Eiscream, als erster Stelle!!!
10.15 Uhr. Kein Lärm von der Baustelle, kein Geschrei, kein Hundegebell. Ja so schön kann ein Samstagmorgen sein, wenn man erst die Augen aufschlägt. Soll ich wirklich aufstehen? Ich könnte sofort wieder schlafen. Plötzlich höre ich ein merkwürdiges Kratzen. Was das wohl schon wieder ist. Ich habe ja echt kein Glück in den letzten Tagen mit unheimlichen Begegnungen. Vorsichtig steige ich aus dem Bett und schaue mich herum. Es kommt von der Türe. Behutsam öffne ich nur einen Spalt: „wumm“. Molly saust an mir vorbei und hüpft fröhlich um mich herum. Unglaublich.
Ich mache mir Frühstück, setze mich auf den Poolrand und tauche meine Beine ins Wasser. Die warme Morgensonne scheint mir lachend entgegen. Kaum bin ich fertig kommt auch schon wieder Molly auf mich zu. Was ist bloss los mit dir heute? Bevor ich meine Hausaufgaben beginne, stelle ich im ganzen Haus einen Hindernissbarcour auf und siehe da: Molly hat es kapiert. Mit voller Freude hüpft sie über diverse Stühle, kriecht unter den Tischen durch und überspringt die Kissen. Als Ziel habe ich eine Kartonschachtel aufgebaut. Molly holt von weitem Anlauf, spurtet mit ihren Schweinefüsschen darauf los und platsch. Anstatt darüber sitzt sie nun mittendrin. So jetzt aber an die Hausaufgaben. Molly folgt mir, setzt sich neben mich auf den Boden und schläft sofort ein. War wohl doch ansträngend. Aber was würde ich auch ohne diesen Hund machen? Ich glaube, ich muss einen Appell Richtung nach Hause geben, dass wir umbedingt eine Art Molly zu tun müssen sobald ich wieder komme.
Heute gönne ich mir mal einen freien Tag und so passiert nichts mehr spannendes ausser das ich mein Buch schnappe, mich an die Sonne zum Bräunen lege und anfange zu lesen. Als kleine Überraschung bringt mir Val ein Eis mit Schokostückchen. Hotel Mama / Ursula lässt grüssen =)
„Krrrrr“, „rattterratter“, „ööööö“…05.35 Uhr!!! Unglaublich echt! Mein Puls ist sofort auf 180 gestiegen und in meinem Gehirn brauen sich mörderische Gedanken zusammen die ich hier lieber nicht niederschreiben möchte. Es ist unmöglich weiter zu schlafen da es unter
anderem so schwül ist draussen. Bis mein Wecker normalerweise klingelt, habe ich noch etwa 40 Minuten zeit. So entschliesse ich mich für einen spontanen Morgenschwum im Pool. Ich schlüpfe in mein Bikini, schnappe mir mein Handtuch und tappen leise im dunkeln die Treppe hinunter. Wie gewohnt ist meine treue Begleiterin, Molly-Mobs (sie sieht echt aus wie ein Würstchen!), stets zur Seite und begleitet mich hinaus. Aaaa…So schön ruhig KÖNNTE es sein, wenn nicht…!!!! Der Himmel ist noch schwarz und die Sterne strahlen von ihrer schönsten Seite. Ich versinke total mit meinen Gedanken und träume vor mich hin. „Quack“. Was ist das? „Quack“. Ah, das müssen wohl die Enten im See sein. Der Sternenhimmel leuchtet mir schön den Weg zum Pool. Da im Wasser, da bewegt sich was. Ein Ungeheuer? Vielleicht eine Wasserschlange? Hmmm…vorsichtig trete ich näher heran. Nichts ist zu sehen. Soll ich wirklich hinein gehen? Wie aus dem Nichts kommt etwas Schwarzes vom Grund hervor. Das ist bestimmt Loch Ness! Quatsch, denke ich im selben Moment. Bin ja in Australien und nicht in Schottland. Aber was ist das? „Quack“! Huch eine Ente!! Da stimmt etwas nicht. Normalerweise sind die Tiere nicht so menschenfreundlich und betrachten die Menschen nur von weitem. Auch Molly versteht die Welt nicht mehr. Sie dreht ihren Kopf zur Seite und schaut merkwürdig in den Pool. „Quack“ und schon taucht sie wieder hinunter und schwimmt auf dem Grund. Also da gehe ich sicher nicht mehr hinein. In der Zwischenzeit ist auch Ross aus dem Bett geschlüpft und fragt mich ganz irritiert was ich vor 06.00 Uhr morgens im Bikini draussen stehe. Ich zeige ihm meinen Fund und er staunt nicht schlecht. Er kann sich nicht erklären, warum diese Ente im Pool schwimmt und nicht angst hat vor uns. Ich muss mich jetzt leider parat machen für die Schule. Bevor ich das Haus verlasse schaue ich nochmals kurz ins Wasser. Das Tier schwimmt immer noch seine Kreise und Molly sitzt wie erstarrt daneben. Bin ja gespannt ob am Abend die Ente immer noch da ist.
In der Schule passiert nicht viel Interessantes. Obwohl es nicht gerade spannend ist, vergeht der Morgen wie im Flug und es ist schon Mittag. Jeweils Freitagnachmittags haben wir schulfrei. So mache ich mich auf den Weg zum Supermarkt. Heute werde ich für meine Gastfamilie einen Kuchen backen. Einen Aprikosenstrudelcake. Hoffentlich wird er gut.
Als ich am Nachmittag wieder in Maylands ankomme marschiere ich zuerst zum Pool. Keine Ente mehr da! Ross erklärt mir, dass er das Tier ins Spital gebracht hat. Ok, guter Witz. Doch er meint es ernst. Die Aussis haben extra „Ducks and Birds Hospital“ und unsere Ente ist schwer krank: sie hat ein Auge verloren und ihr Flügel ist leicht angeknackst. Sie muss nun einige Tagen in Pflege sein, bevor sie wieder mit ihren Kollegen im See herumtollen kann.
Übrigens: der Kuchen ist fantastisch und die Marshalls sind total verzaubert von meinen Backkünsten. Bin ich nicht ein Genie: ich habe so viele Talente ;o))
…Oder doch nicht?
„Krrrrr“, „rattterratter“, „ööööö“….träume ich? Irgendwie passen diese Geräusche nicht in meinen Traum hinein. Vorsichtig öffne ich die Augen. Ist ja noch dunkel aber wer um Himmelswillen macht so einen Krach am Morgen? Ich habe das Gefühl ich befinde mich auf einer Baustelle „Krrrrr“, „rattterratter“, „ööööö“. Ich schalte das Licht meiner Nachttischlampe an und schaue auf die Uhr: 05.40 Uhr. Ich glaube ich spinne? Die Aussis kennen wohl echt keine Regeln von wegen Ruhestörung.
Kurze Erklärung: in „meiner“ Strasse wird zurzeit ein neues Haus gebaut
Ich kann es echt nicht fassen, dass die um diese Uhrzeit anfangen zu arbeiten. Ich glaube, in der Schweiz würde man verhaftet werden.
Ich krieche mit meinem Kopf unter das Kissen und drücke meine Hände fest gegen meine Ohren. Irgendwie nützt es nicht wirklich und da ich jetzt schon mal wach bin stehe ich auf und öffne vorsichtig die Türe. Sofort flitzt etwas rundes Weisses an mir vorbei und hüpft auf mein Bett: MOLLY!!! So lege ich mich wieder ins Bett, ziehe die Decke über mich und knuddle mich ein. Molly hat es sich in der Zwischenzeit an meinem Bauch bequem gemacht und legt ihren Kopf darauf. Muss wohl spannend sein, meinem knurrenden Magen zu zuhören.
Als ich kurz nach 07.00 Uhr das Haus verlasse werfe ich einen mürrischen Blick zur Baustelle. Die sollen nur spüren, dass ich nicht erfreut bin, von ihnen geweckt geworden zu sein. Aber das einzige was ich sehe ist, dass die Baurarbeitern in einem Kreis am Boden sitzen, Kaffe trinken und ein Gipfeli essen. Das hätten sie auch vor 1 Stunde machen können!
Der Schulunterricht vergeht heute wie im Flug und schon stehe ich wieder vor der Haustüre. Portia hat heute in der Schule Elterngespräch und so wird die Familie Marshall erst nach 18.00 Uhr kommen. Ich geniesse echt die Ruhe und das Gefühl alleine zu sein (Jessjca ist bis Montagabend auf einer Exkursion). Molly rennt mit ihren kleinen dicken Schweinchenfüsschen mit einem Ball im Mund auf mich zu und hüpft ständig um mich herum auf und ab. Ich bin jedoch heute zu müde um mit ihr einen Barcour zu machen. So setze ich mich vor den Fernseher und werfe von meiner Sitzposition ihr den Ball fort. Wenn doch alles so „easy“ wäre? =)
Ich werde echt alt! Ich mag kaum aus dem Bett aussteigen. Zum Glück ist Molly schon hell wach um rechtzeitig meinen Schritten auszuweichen. In der Küche ist es dunkel und so verbessert sich meine Müdigkeit auch nicht unbedingt. Molly leistet mir Gesellschaft und setzt sich wie praktisch jeden Morgen auf meinen Schoss und rollt sich zusammen. „Du hast es gut“, denke ich, „du kannst den ganzen Tag schlafen gehen wenn du müde bist“.
Im Bus treffe ich eine überaus müde Madoka an. Auch sie sieht kaum aus dem Gesicht hinaus und mag gar nicht richtig sprechen. In der Schule werden die ersten Stunden sehr mühsam für mich und ich muss aufpassen, dass ich nicht einschlafe. Wobei es vielleicht auch daran liegt, dass wir seit gut 40 Minuten immer das selbe langweilige Gespräch zwischen zwei Rektoren hören und das nur, weil mehr als die Hälfte der Klasse die Fragen auf dem Bogen nicht beantworten könne. Ja ich weiss, ich bin halt ein Genie und man muss auf die Schwächeren Rücksicht nehmen, aber ich weiss echt nicht, was an diesem Gespräch so schwierig sein kann! Sie sprechen deutlich, langsam und die Antworten kann man gut hinauspicken. Schon beim ersten Mal habe ich alles beantwortet und nun hören wir dies schon zum sechsten Mal!!!!!!
Pause! Kaffe! Schnurstracks eile ich mit Rosa in unsere Cafeteria und bestelle einen Latte Macchiatto. Während die Flüssigkeit langsam meinen Hals hinabrinnt, fühle ich, wie es mir sofort besser geht. Auch Rosa’s Gesicht nimmt wieder Farbe an. In der zweiten Hälfte lernen wir Grammatik. Auch nicht wirklich spannender als zuvor aber immerhin nützlicher.
Am Mittag setze ich mich mit Miguel und Rosa unter einen Baum und lassen uns von der Sonne wärmen (das wir gefroren haben, erwähne ich hier aus Sicherheitsgründen lieber nicht!). Am Nachmittag können wir endlich wieder Sprechübungen machen. Das Thema: „Sind Frauen schlauer als Männer?“. Unsere Lehrerin teilt uns in zwei Gruppen ein: Frauen, Männer. Wie in einer Talkshow und so stehen wir gegenüber. Ihr könnt euch ja sicher vorstellen, dass wir den ganzen Nachmittag benötigen um dies auszudiskutieren. Was das Resultat ist? Sagen wir es mal so: da die Frauen zum Glück mich als „Frontwoman“ gewählt haben und den Männern das Voccabular ausgegangen ist, wo ich hingegen noch immer wie ein Wasserfall quassle, haben die Frauen die Macht übernommen und wir können einen klaren Sieg davontragen. Es gibt sicher diverse Studien wo dieses Thema auch behandelt und wenn ich mich richtig erinnere gibt es auch so ein gewisses Buch: Warum Männer nicht zuhören können und Frauen schlecht einparken (oder so etwas ähnliches).
Übrigens noch zu meinem Bild: Das Haus steht in der nähe des Swan River und ist in dieser Gegend ein recht bescheidenes. Mir gefällt es vor allem, weil das obere runde Fenster mich an einen meiner Lieblings Walt Disney Filme erinnert: Peter Pan. Als ich näher herantrete kann ich hineinsehen und mein Herz fängt sofort an zu pochen. Eine riese Wendeltreppe führt in die oberen Stockwerke sowie pompösen Springbrunnen welche mit Delphinen verziert ist, kann ich ersichten. Aber das Beste finde ich, ist die Rutschbahn welche direkt ins Wohnzimmer führt =)
Ich muss ja wohl nicht gross erwähnen, wie ich mich heute Morgen fühle, als der Wecker, nach einem wunderbaren langen Wochenende, kurz nach 06.00 Uhr mich aus meinen Träumen reisst!
Nach langem ringen mit mir selber, habe ich es doch geschafft ins Badezimmer zu gelangen ohne über Molly zu stolpern, die wie jeden Morgen vor meiner Türe es sich bequem macht. Nach einem kurzen Morgenessen und einer Tasse Tee mache ich mich auf den Weg zur Schule. Immer noch schlaftrunken mache Türe auf und kriege beinahe einen Herzinfarkt: es ist wie einen Sprung ins eiskalte Wasser! Draussen ist es wie im Winter. Wenigstens bin ich jetzt wach. Es kann doch nicht sein, dass ich frieren muss auf dem Weg zur Schule und ich fühle mich gleich mit der Schweiz verbunden. Während ich so vor mich hinfriere (und das obwohl ich einen Pullover und lange Hose anhabe), kommt mir einen „mangohaften“ Geschmack entgegen. Ich schüttle nur den Kopf und laufe am Ägyptenhaus vorbei. Erst jetzt merke ich, dass sich der Himmel langsam lichtet und mir ein wunderschönes Bild bietet. Ich versinke sofort mit meinen Gedanken in dieser Farbenpracht und vergesse total die Welt um mich. Ich habe das Gefühl, ich schwebe über den Wolken und bin „frei und schwerelos“ (Zitat Wicked: Defying Gravity).
In der Schule besprechen wir unsere Hausaufgaben und siehe da: von den 120 Fragen, welche wir über die Ostern machen mussten, habe ich 118 richtig. Ich bin echt stolz auf mich. Ich habe doch immer gewusst, irgendwo habe ich doch noch ein verstecktes Talent ;o))) Zur Belohnung kriege ich eine Tafel Schokolade welche ich natürlich ganz fair mit meinen Klassenkameraden teile. Habe ja schliesslich in meiner Lehre viel über Sozialkompetenz gelernt =)
Am Nachmittag haben wir Speaking-Exercise. Ein Thema, welches ich mehr bevor ziehe als Grammatik und so fliegt der Nachmittag davon.
In der Stadt treffe ich Jessjca und nach einem kurzen Besuch im Supermarkt, machen wir uns auf den Weg Richtung Maylands. „Zu Hause“ wartet schon ganz ungeduldig Molly auf uns und begrüsst uns mit einem lauten Bellen. Kaum habe ich meine Sachen im Zimmer abgestellt so saust schon Molly um die Ecke und hat einen Ball im Mund. Mit ihren Kulleraugen schaut sie mich ganz bettelnd an und spielt mir ihr Spielzeug. Was das wohl bedeuten soll? =)
Ausschlafen kann ja so wunderbar sein. Kurz nach 10.00 Uhr stehe ich auf und marschiere in die Küche. Jessjca ist bereits auch schon auf und gemeinsam Frühstücken wir auf der Terrasse. Einen angenehmen kühlen Wind bläst uns entgegen und die Sonne scheint vom kitschig blauen Himmel hinunter. Ich kann mir gar nicht vorstellen, dass ich morgen schon wieder in die Schule muss. Aber ich verbanne diese Gedanken schnell wieder aus meinem Kopf. Meinem Arm geht es bess
er und ich halte es nicht mehr für notwendig ihn einzubinden. Obwohl Val das anders sieht, kann ich sie beruhigen, dass ich aufpasse. Ross leistet mir und Jessjca Gesellschaft und wir besprechen den heutigen Tag. Meine Mitstudentin trifft sich später mit ihrer gleichgesinnten französischen Schulkollegin in der Stadt. Ich habe keine Lust mitzugehen, da sie eh nur in ihrer eigenen Sprache sprechen. Deshalb schlägt Ross mir vor eine Biketour zu machen. Ich bin sofort Feuer und Flamme. Schon so lange bin ich nicht mehr auf einem Velo gesessen.
Eine Stunde später sitzt die ganze Familie Marshall inkl. Mir auf den Velos und wir fahren dem Swan River entlang Richtung Stadt. Die Umgebung und die Natur sind wunderschön. Viele schöne Gärten, einzigartige Villen, attraktive Barbecueplätze etc. Vor lauter staunen, vergesse ich ganz die Zeit und wir halten an einem attraktiven Platz genau am Swan River. Wir stellen unsere Velos ab und ich atme
mal tief durch und bewundere die Umgebung. Mein Blick haltet sich an einem Hügel fest, wo Leute SCHLITTELN!!! Auf einem Karton!!!!! Portia packt mich am Arm und zerrt mich zum Hügel. Wir rennen hinauf und sie drückt mir ebenfalls einen Karton in die Hand. Sie setzt sich darauf und schon düst sie los. Ich glaube ich spinne! Schlitten ohne Schnee? Im Sommer? Hallo? Wo bin ich hier gelandet? Von unten schreit mir Portia etwas zu und deutet auf den Karton. Wenn das mal gut hinausgeht. Ich schaue ein wenig
skeptisch auf meinen rechten Arm. Soll ich wirklich probieren? Ich habe ja die Gabe mich zum Teil sehr ungeschickt anzustellen aber was soll’s? Ich habe ja noch einen weiteren Arm und zwei Beine wo schlimmsten Falls auch noch was passieren kann =) Vorsichtig setze ich mich auf meinen Karton und schon rutsche ich davon! Hab ich ein Tempo drauf. Mich fängt es sofort an zu drehen. Der Karton stoppt und ich rolle den Hang hinunter. Ein wenig benommen komme ich unten heil verseht an. Nichts passiert! Portia springt wie ein junges Pferd auf mich zu, packt mich am Arm und rennt mit mir wieder hinauf. Macht das Spass und das OHNE Schnee!!! Auf und ab und auf und ab und auf und ab…..
Ross und Val schauen uns von unten vergnügt zu und nach einer Stunde rufen sie uns zu sich für ein kleines Picknick. Ich möchte sofort wieder weiter rutschen und kann es gar nicht schnell genug erwarten bis Portia endlich ihren Saft ausgetrunken hat. Bevor wir unsere Biketour weiter fortsetzen vergnügen Portia und ich uns nochmals am Hügel.
Unsere Tour führt uns zum Golfkurs wo Val jeden Samstag ihre Stunden hat. Es ist bereits nach 14.00 Uhr und wir gönnen uns eine Portion Pommes und etwas Kühles zum Drinken. Erst jetzt merke ich wie müde ich eigentlich bin und bin froh als ich einige Zeit später mich im Pool ausruhen kann. Ich bin stolz auf mich, dass ich diesen Tag ohne weitern Verletzungen überstanden habe!
….und dabei hätte doch alles so schön angefangen.
Kurz nach 08.00 Uhr stehe ich auf und gehe in die Küche. Jessjca und die Family Marshall warten schon ungeduldig auf mich. Nach einem kurzen Morgenessen erklären uns Val und Ross das der Osterhase übernacht hier war und seine Eier im Garten versteckt hat. Nichts wie los! Doch Moment:
wo ist Molly? Ja genau wo ist der Hund? Normalerweise schleicht sie immer um den Tisch wenn wir essen. Ross öffnet das Terrassenfenster und was wir zu Gesicht bekommen ist einfach unglaublich. Molly sitzt im Rasen und isst Schokoladeneier! Sie hat das Papier vorsichtig abgezogen und geniesst es in vollen Zügen. So jetzt sind wir aber daran. Ich finde schnell ein paar in den Blumen, den Pflanzen und unter dem Grill. Ich halte Molly ein Ei unter die Nase und sie rennt schnurstracks zu einem Pflanzentopf und fängt an zu bellen. Ich eile ihr hinter her und schaue hinein. Tatsächlich befindet sich ein Ei darin. Schlauer Hund! Dank meiner neuen „Suchmaschine“ finde ich noch einige Eier. Als wir wieder ins Haus hineingehen, befinden sich auf unseren Plätzen je ein Osterhase. Ich muss sofort mit den Tränen kämpfen. Das habe ich jetzt definitiv nicht erwartet! Wirklich nett von der Familie, dass sie an uns denken.
Nach einer kurzen Besprechung über den Ablauf des heutigen Tages entschliessen wir uns an den Strand zu gehen. Schnell machen wir uns parat und nur einige Minuten später sitzen wir schon im Auto. Molly ist schon ganz aufgeregt und schaut neugierig aus dem Fenster. Es hat hier extra Strände nur für Hunde. Eigentlich noch eine gute Überlegung.
Der Strand sieht einfach super aus. Wahnsinnig! Das Meer ist kitschblau und ich kann es kaum erwarten meine Kleider auszuziehen und hinein zu hüpfen. Portia und ich machen den Anfang während Val, Ross und Jessjca uns zu sehen. Ihnen ist es zu kalt. Die Wellen sind riesig und wir zwei Girls geniessen es total auf den Wellen zu reiten oder zu tauchen. Nach einiger Zeit kommt Ross und drückt mir ein Waveboard in die Hand. Ich habe das noch nie ausprobiert und so zeigt er mir wie es geht. Macht das Spass mit den Wellen an den Strand zu reiten. Es hat mich zwar schon ein paar Mal „verchöblet“ aber was soll’s? Schlussendlich bin ich doch immer wieder an den Strand gerollt und ich bin wieder aufgestanden. Ich möchte noch ein letztes Mal eine Welle reiten bevor ich mich am Strand
ausruhen gehe. Im Nachhinein, hätte ich es besser sein lassen sollen. Ich gehe wieder ins Meer, das Brett unter dem Arm und warte auf die nächste Welle. Da kommt eine. Uii, die ist gross und zu schnell. Sie überschlägt sich bevor ich reagieren kann. Die Welle zieht mich hinunter und ich fühle mich wie in einer Waschmaschine. Ich merke wie ich langsam wieder hochgetrieben werde und dann klatsche ich ganz unsanft mit meinem rechten Arm auf den harten Sand. „Knack“. Um Himmelswillen, was ist das? Ganz verstört stehe ich auf und suche nach dem Board. Ah hier ist es. Ich strecke meinen rechten Arm und aua! Jetzt betrachte ich meinen Unterarm genauer: ein wenig unterhalb des Ellbogens ist ein Pingpong grossen Ball zu sehen. Ich drücke vorsichtig drauf. Das war keine gute Idee. Es brennt fürchterlich. Ich laufe zu den Anderen. Val fragt mich sofort was passiert ist. Ich deute nur auf meinen rechten Arm und sie gerät sofort in Panik. Der Arm ist gebrochen, meint sie. Nein, nein das kann nicht sein. Es ist nicht möglich, dass ich hier in Australien ins Krankenhaus muss. In voller Panik ruft sie Ross im Meer zu, wir benötigen einen Doktor. Ich merke gar nicht, was um mich geschieht. Plötzlich steht Ross neben mir und fragt mich ob ich meine Finger bewegen kann bzw. meinen Arm drehen kann. Ja es geht. Es schmerzt einfach fürchterlich. Val möchte sofort mit mir ins Krankenhaus doch ich kann sie davon überzeugen, erst mal abzuwarten. Warum passieren mir immer so Sachen?
Zu Hause angekommen hüpfe ich unter die Dusche und Ross macht mir einen Verband um den Arm herum. Wie es der Zufall will, läutet es an der Türe und ein Nachbar wünscht uns frohe Ostern. Dummerweise ist dieser Arzt und Val kann es nicht sein lassen, ihm von meinem Unfall zu erzählen. Geduldig setze ich mich auf den Stuhl und lasse mich „untersuchen“. Au! Geht’s noch? Der kann doch nicht einfach an dem Ball herum drücken. Er meint, es könnte sein, dass es ein Gewebe oder einen Muskel zerrissen hat oder angerissen ist. Zum Glück habe ich nicht wirklich grosse Schmerzen. Ich muss dem lieben Doktor versprechen, dass ich in den nächsten Tagen den Arm ruhig halte und wenn es nicht besser ist ende Woche, sollte ich doch zur Vorsichtsmassnahme ins Spital gehen. Ich denke nur: „Ja ja, schon gut! Wenn ich ins Spital muss, kriege ich sicher eine Spritze! Ohne mich! Da lasse ich mich lieber von einem Hai beissen!“
Am Nachmittag machen wir uns auf in die Stadt um ein paar Einkäufe zu erledigen. Natürlich ist mein Arm fest eingebunden, dass auch ja nichts passieren kann. Jessjca und ich schlendern ein wenig durch die Regale, während Val und Ross eine neue Pfanne suchen. Plötzlich stehen wir vor dem Swarowski Stand. Unsere Augen fangen sofort Feuer und Flamen. Wow! Ein Diadem und es kostet nur $350!!! Für eine Märchenhochzeit wäre das gerade das perfekte Schmuckstück. Wir stellen uns gerade vor, wie wir Beide so ein Diadem tragen würden….Ist halt doch ein Mädchentraum eine Hochzeit wie im Märchen zu haben =)
Gut gelaunt mache ich mich kurz nach 07.00 Uhr morgens auf Richtung Bushaltestelle. Ich freue mich riesig Madoka wieder einmal zu sehen. Der Bus ist pünktlich auf die Sekunde. In der Stadt wartet bereits Madoka auf mich. Gemeinsam laufen wir quer durch die City zu unserem Treffpunkt. Es hat bereits viele andere Leute dort, doch wir kennen niemanden. Unser Reisecar ist echt alt. Ich habe das Gefühl er bricht nächstens zusammen und bei jeder kleinen Bodenwelle klappert das Gerüst über uns. Wenn das nur mal gut geht. Wir halten insgesamt an weiteren zwei Schulen. Ich habe eigentlich erwartet, dass diverse Studenten zu steigen doch ich habe mich geirrt: unsere Gruppenalter ist zwischen 19 Jahren und 70 Jahren. Es hat diverse Nationalitäten an Board und es ist echt spannend mit den Leuten zu sprechen.
Nach 45 Minuten erreichen wir den kleinen Hafen von Pinguin Island. Unsere Reiseleiterin erklärt uns, dass es auf der Insel keine Restaurants, Bars oder so was ähnliches gibt. Natur Pur. Zum Glück habe ich das Infoblatt gut gelesen und mein eigenes Mittagessen mitgebracht. Sonst müsste ich doch glatt verhungern. Nach zehn Minuten mit dem Boot erreichen wir schon die
Insel. Schon von weitem kann ich erkennen, dass dies wunderbar sein muss. Blau-türkisfarbiges Meer, staublauer Himmel und weisse Sandstrände. Als erstes besuchen wir das winzig kleine Pinguin-Center. Wir haben Glück: es ist grad „Fütterung der
Pinguine“ Zeit. Obwohl die Kerlchen so winzig sind, sind sie enorm frech und würden am liebsten in den Fresskübel ihrer Pflegerin hüpfen. Während die Frau uns über das Verhalten der Pinguine aufklärt, stehen die Kleinen schön in Reih und Glied in einer Schlange und warten bis sie endlich an der Reihe sind zum Füttern. Ist echt witzig. Ein Pinguin, sieht so Jacky-mässig aus, hat wohl keine Lust gefüttert zuwerden. Jacky dreht lieber unterdessen ein paar Runden im Kühlen Wasser und lässt sich von den Menschen bewundern. Naja, jedem das Eine. Dass ich natürlich das Essen vorziehen würde, muss ich ja hier nicht noch extra erwähnen ;o))
Nach gut 20 Minuten ist der Hunger der Pinguine gestillt und die Show ist zu Ende. Wir haben nun ein etwa eine Stunde Zeit für uns. Madoka und ich entschliessen uns ein wenig der Küste entlang zu laufen und unsere Füsse im Meer zu baden. Für ganz hinein ist es uns doch ein wenig zu kalt. Es ist einfach herrlich. Das Meer ist so kitschig
blau und das Wetter einfach fantastisch. Ich denke sofort an die Schweiz und mir schiessen die Bilder in den Kopf, die mir mein Vater gestern gesendet hat. Je mehr ich darüber nachdenke, desto mehr geniesse ich das Hie und Jetzt.
Die Stunde Freizeit geht schnell herum und wir treffen uns am Steg der Insel. Dort wartet bereits ein Boot auf uns welches uns zu den anderen Inseln führt. Der Kapitän erklärt uns, wenn wir Glück haben,
werden wir Wild-Sea-Lions sehen. Ich hoffe es doch und drücke ganz fest die Daumen.
Zuerst fahren wir ein wenig der Pinguin Island entlang und wir können sehr viele Pelikane sehen. Schon gewaltig gross diese Tiere. Das Boot dreht ab und wir fahren zu einer benachbarten Insel. Kaum zwei Minuten später hüpft etwas braunes aus dem Wasser: ein Seelöwe! Jeder springt von seinem Sitz hoch, nimmt den Fotoapparat hervor und hofft, dass das Tier wieder zum Vorschein kommt. Tatsächlich lässt es sich nicht lange auf sich warten und der Seelöwe streckt uns frech seinen Kopf entgegen. Er schwimmt eine Zeit lang neben
unserem Boot und verschwindet dann. Der Kapitän führt uns zu einer Insel und was wir dort sehen, lässt mein Herz sofort wild schlagen. Etwa 20 Seelöwen liegen faul am Stand und relaxen. Die meisten beachten uns im Boot gar nicht. Plötzlich taucht unser alter Freund wieder auf und hüpft noch ein paar Mal aus dem Wasser. Leider müssen wir wieder umdrehen. Es ist bereits nach 13.00 Uhr und wir haben nochmals zwei Stunden Zeit für uns. Madoka und ich schlagen eine andere Richtung der Insel ein und bekunden die Gegend. Wir sind irgendwie so müde, dass wir uns ein schönes Plätzchen am weissen Strand suchen und legen uns hin. Es geht nicht lange schon schlafen wir beide ein…
Regnet es oder träume ich? Schon wieder. Das kann doch nicht sein? Ich setze mich auf und sehe dass auch Madoka ganz verwirrt in den Himmel starrt. Immer noch staublau wie vor einer Stunden und kein einziges Wölkchen zu sehen. Ahhh….wir werden schon wieder bespritzt. Was ist das? Ich Blicke in die Richtung von wo das Wasser kommt und ich brauche einige Zeit bis ich merke, dass es von den Felsen kommt. Da wir ziemlich nahe am Meer sind, die Wellen ganz stark an die Klippen spritzen und
der Wind ziemlich fest bläst, werden wir halt mit einer nicht so ganz angenehmen Abkühlung beglückt. Da wir schon mal wach sind, nutzen wir die Zeit um noch einige Schnappschüsse zu schiessen. Plötzlich beisst es mich ganz verrückt am rechten Fussgelenk. Einen kleinen roten Fleck erkenne ich. Wird wohl eine Mücke gewesen sein. Wie könnte es auch anders sein, dass sie ausnahmsweise nicht m
ein Blut kosten? Doch schon nach wenigen Minuten muss ich leider erkennen, dass es wohl keine Mücke sein konnte. Der kleine Fleck ist nun wie ein Ping-Pong gross und beisst wie verrückt. Nur nicht kratzen!
Wie die Zeit doch auch schnell vergeht. Leider müssen wir uns von der Insel verabschieden, denn unsere Fähre geht Heimwerts. Draussen ist es so heiss, dass ich richtig froh bin, als wir den klimatisierten Bus erreichen. Kaum setze ich mich hinein, schliessen meine Augen
automatisch und ich träume von irgendeinem Seelöwen der in einem Balletkleid mit den Pinguinen in einer Disco tanzt. Doch irgend etwas stimmt nicht. Ich öffne meine Augen und mein Fuss brennt fürchterlich. Vorsichtig hebe ich meinen rechten Fuss und staune nicht schlecht, als sich mein Fussgelenk in einen halben knallroten Tennisballgrossen Geschwulst verwandelt hat. Zum Glück habe ich eine erfahrene Krankenschwester Mutter welche mich in den Jahren irgendwie abgehret hat. So gerate ich nicht in Panik, wie Madoka es meint. Sie schlägt mir vor, sofort zu einem Krankenhaus zu gehen, aber das halte ich ein wenig für übertrieben. Nach einer halben Stunde Diskussion, Krankenhaus oder nach Hause, kann ich Madoka doch beruhigen, im dem ich ihr verspreche, sofort eine Creme darauf zu tun. Doch bevor ich das tun kann, muss ich ebenfalls Ross und Val beruhigen, welche mein grosses Fussgelenk sofort aufgefallen ist. Das Beste ist jetzt mal eine kalte Dusche und dann sehe ich weiter. Tatsächlich schwellt mein Fussgelenk langsam ab. Es beisst nur noch wie wahnsinnig! Ross hat irgendein wirklich hässliches Buch mit diversen Krankheiten und Bisswunder hervorgenommen und meint: es muss wohl ein Sandfloh gewesen sein. Bin ich nicht in guten Händen hier in Australien? Muss nicht mal zum Doktor gehen um eine Diagnose zu erhalten ;o)))