Pristine Waterways
Kurz nach 08.00 Uhr fahren wir mit zwei Bussen ab Richtung South West. Unser erster Halt ist in PRISTINE WATERWAYS. Bis dahin müssen wir uns aber noch ein wenig gedulden. Wir nutzen die Zeit, um uns kennenzulernen. Wir sind eine Gruppe von 13 Leuten. Die meisten kommen aus der Schweiz. Wir haben es total lustig miteinander und auch die „Fremden“ unterhalten sich mit uns. Wir haben einen super Tag erwischt: der Himmel ist praktisch staublau und es ist fast heiss.
Dunsborough
Unser Fahrer, Nils, einen waschechten Australier mittleren Alters, führt uns fürs Mittagessen zu einem wahnsinnig schönen Platz am Meer.
Nach einer kleinen Stärkung haben wir eine Stunde Zeit um die Gegend zu bestaunen. Wir Schweizer und ein Däne (ich kann mir sein Name nicht merken aber es tönt wie Jellyfish (Qualle!). Darum nennen wir ihn von jetzt an nur noch so ;o)), erkunden den Strand. Es ist ja wirklich heiss, aber zum Baden leider
zu kalt. Nach einigen Schnappschüssen am atemberaubenden Strand, machen wir uns auf den Weg zum Bus. Doch plötzlich ruft Jellyfish mir was zu und ich kann es kaum glauben: in seiner Hand hält er einen riesengrossen stinkigen Fisch. Er erklärt mir dann, dass dieser da rum geschwommen ist und er ihn einfach so packen konnte. Ich denke zwar, dass dieser wohl ziemlich krank oder nahe am sterben sein muss, dass er sich fangen liess. Bevor wir aber den Strand definitiv verlassen, verewige ich noch mich und meinen Freund am Strand. Ein bisschen Kitsch darf ja sein oder? =)
Ngilgi Cave
Nach dem Mittag treffen wir in den „Bergen“ ein und besichtigen eine
Art Tropfsteinhöhle ohne Tropfen. Wenn ihr es jetzt nicht versteht: don’t worry, look at the pictures ;o)). Die Reiseführerin erklärt uns, dass wir in den Boden hinabsteigen müssen und so ziehe ich meine Jacke an. Kaum bin ich im Grund unten ziehe ich sie wieder aus.
Es ist so heiss hier und die Luft echt stickig. Wir marschieren eine Steile Treppe mehrere Meter in den Grund hinunter. Diese Zapfen sehen ganz faszinierend aus und wenn ich daran denke, dass ab und zu ein Tiger hier auftaucht, rücke ich sofort näher an meine Gruppe. Ich bin echt froh, als wir dann wieder die Oberfläche erreichen und uns mit einem Eiscream belohnen können.
Canal Rocks
Kurz nach 17.00 Uhr erreichen wir die Canal Rocks. Dort sollen
angeblich die gewaltigsten Wellen der Welt geben und es hat was! Schon von weitem können wir es hören uns sehen. Dort möchte ich ja jetzt nicht draussen sein. Wir sind kurz vor dem Sonnenuntergang angekommen und als Höhepunkt wird uns noch Champagner serviert: in einem PLASTIKBECHERLI! Aber gut ist er doch. Nach dem
zweiten Glass muss ich jedoch stoppen, da ich den Alkohol schon
ziemlich in meinem Kopf spüre. Kein Wunder: wir haben ja auch schon lange nichts mehr gegessen. Es ist ja echt romantisch hier und wir Girls setzen uns verträumt auf den Boden. Hinter uns lachen Jellyfish und Andi (Schweizer). Sie meinen, dass wir jetzt sicher an einen perfekten Heiratsantrag an diesem schwärmerischen Ort. Ans heiraten habe ich jetzt war nicht gerade Gedacht, aber romantisch sind meine Gedanken schon =) Als die Sonne das Meer küsst (läck ben ech Metaphorisch!!! ;o)), kommt eine unbekannte wunderschöne Wärme mir entgegen. Es ist einfach so schön. Leider hat es die Sonne ziemlich eilig und sie verschindet bald. Für uns wir es Zeit aufzubrechen und uns Richtung Schlafplatz aufzumachen.
Margaret River Lodge
Als wir ankommen ist es ziemlich dunkel und wir denken nur noch: essen, duschen, schlafen! Wir quartieren uns in ein Art Jugi ein. Ich
und Debi teilen das Zimmer mit unseren Kollegen vom Bus. Aber wo wir dann ins Zimmer eintreten, stockt uns der Atem: Es sieht aus wie in einem Gefängnis! Die Matratzen von unseren Betten sehen echt scheusslich aus und der Boden ist voller Sand. Das kann ja eine Nacht werden! Nach dem Nachtessen
sehne ich mich nur noch nach einer Dusche und da erhalte ich gleich den nächsten Schreck: eine
fette dicke überaus hässliche Spinne sitzt neben der Lampe an der Decke. Vorsichtig pirsche ich mich an ihr vorbei und hüpfe in die Dusche. Ich drehe den Hahnen auf und was kommt: KALT! Nur kaltes Wasser und eine Kellerrassel lauft gerade kurz neben meinen Füssen durch! Jawohl, diesen Schrei hat man wohl
auch am anderen Ende von Australien noch gehört. Bevor wir ins Bett gehen treffen wir uns noch im Gemeinschaftsraum und spielen ein Paar Kartenspiele. Dazu darf natürlich einen Vodka Lemon (Vodka weiss mit Limonade) nicht fehlen. Die Zeit vergeht wie im Flug und die Flasche ist lehr. Kurz nach Mitternacht machen wir uns auf ins Bett. Kaum lege ich mich hin schlafe ich auch schon ein. Am Morgen früh haben wir einen fürchterlichen Stress, da wir pünktlich abfahren müssen. Bevor wir aber gehen, mache ich noch schnell einige Schnappschüsse von dem komischen Platz. Es wäre ja schön, wenn im Pool nicht einige Tote Mäuse sich am Boden gemütlich gemacht haben.
Gloucester Tree
Nach einer mehrstündigen Fahrt erreichen wir einen Wald wo wir auf einen Baum 61 Meter in die Höhe hinaufsteigen können. Zuerst bin ich noch recht
optimistisch doch als ich die „Leiter“ sehe wird es mir fast schlecht: Die sogenannten Treppen sind nur aus Metallstangen und es hat kein Gitter und kein Netz! Nein, mein Leben setze ich nicht aufs Spiel. Aber für ein Foto soll es dann doch noch reichen. Während einige hinaufklettern habe ich einige Papageie entdeckt die gerne gefüttert werden möchten. Nils gibt uns einige Körner in die Hand und schon fliegen die Vögel auf unsere Hände. Das kitzelt noch recht =)
Tree Top Walk
Unser nächstes Ziel sind wieder Bäume. Aber diesmal hat es eine Brücke mit Gittern und da fühle ich mich schon sicher. Obwohl es recht schaukelt geniesse ich die Aussicht von da oben. Die Luft ist herrlich. Am Boden wieder angekommen, folgen wir einem Fussweg der uns zu recht lustigen Bäumen führt: Die Stämme sind hohl und wie eine Höhle. Wenn das keine gute Gelegenheit für Fotos gibt?
Williams Bay National

Kurz vor dem eindunkeln erreichen wir eine wunderschöne Bucht. Es ist so friedlich hier und die Steine sind so gewaltig. Mit meiner Kamera möchte ich am liebsten alles festhalten und knipse nur darauf los. Leider ist das Wetter nicht mehr so heiss und wir sind gezwungen unsere dicken Pullover hervorzunehmen. Aber was soll’s?! Ich bin hier in Australien und geniesse diese Zeit hier total. Da darf es auch mal ein wenig kalt sein. Wir haben es ziemlich lustig und veranstalten die komischsten Posen. Wir können gar nicht damit aufhören. Leider wird es Zeit wieder aufzubrechen und wir verabschieden uns von diesem Platz.
Hostel in Albany
Um 18.30 Uhr erreichen wir unseren Schlafplatz in Albany. Diesmal
macht es auf uns einen total sauberen und freundlichen Eindruck. Als wir eintreten werden wir herzlich begrüsst und in unsere Zimmer verteilt. Die sind ja echt schusslig diese Räume. Richtig lieb eingerichtet. ABER: es hat zwei Toiletten sowie zwei Dusche für etwa 20 Girls: das kann ja lustig werden! Ich mache mich mit Debi auf in die Küche und wir helfen für das Nachtessen vorbereiten. Heute gibt es Gegrilltes und Salat. Mein Magen knurrt schon sehr und ich freue mich schon riesig aufs Essen. Als Überraschung gibt es Känguruhfleisch zur Vorspeise. Ich verbanne meine Gedanken von den süssen Tierchen, welche mich liebevoll umarmt haben im Caversham Wildlifepark. aus meinem Kopf und greife zu. Schmeckt das lecker!!! Soooo zart!
Mount Clarence
Unser erster Stopp am Morgen führt uns zu einer anderen Bucht, wo es enorm grosse Wellen gibt und es eigentlich ziemlich gefährlich ist hier auf den Steinen rumzuklettern. (Vor etwa drei Wochen ist hier jemand von einer Wellen erfasst worden und ins Meer geschleudert wurde. Überlebt hat die Person nicht, da es sie an die Felsen geschmettert ha!). Darum bin ich hier ziemlich vorsichtig mit Fotografieren. (Der Mann ist übrigens Nils, unser Reiseführer)
Golfclub Albany
Auf dem Weg fahren wir an einen Golfplatz vorbei. Nils erzählt uns, dass dieser echt speziell ist und wir selber herausfinden sollen warum. Es geht keine zwei Sekunden, da wissen wir es: etwa 50 Känguruhs sitzen auf dem Platz und essen Gras. Na dann: E Guete!
Plantaganet Wines
Uns steht eine lange Heimfahrt bevor doch zuvor besuchen wir eine Weinfarm. Natürlich besteht der Hauptteil vom Wein probieren.
Obwohl ich eigentlich überhaupt keine Weinkennerin bin, probiere ich jeden aus, der zur Verfügung steht. Als erstes probiere ich natürlich den Teuersten. Den Namen? Keine Ahnung! Er ist rot, schmeckt nach Holz und ist ziemlich das „gruussigschte“ wo ich je getrunken habe. Mir spricht dann eher den Rosé- Liquor zu, der ziemlich süss schmeckt. Nach dem achten Glas muss ich aber stoppen, da meine Backen anfangen zu glühen. Jedenfalls geht es nicht lange im Bus, da schlafe ich auch schon ein. Der Wein hat es in sich =)
Reise beendet
Kurz vor 18.30 Uhr treffen wir in Perth wieder ein. Müde und glücklich mache ich mich auf den Heimweg. Ich sehne mich nur noch nach einer Dusche und nach dem Bett (das allerdings noch einige Stunden warten muss, da ich meine treue Blogleser doch nicht im Stich lassen kann)