Es war einfach der Waaaaaahhhhnnnsssiiiinnnnn!!!!!!! Das Beste was ich je gemacht habe und das obwohl es einige Pannen in meinem Programm gegeben hat. Aber alles vom Anfang!
Da das Internet bei meiner Gastfamilie nicht geht nicht wirklich. So bin ich in ein Internetkaffee gegangen und habe es so gut es geht zusammengestellt. Leider konnte ich nicht alle 500 Fotos hochladen aber für einen ersten Eindruck sollte es reichen. Viel Spass beim Schauen und Lesen ;o)))
Perth-Kalbarri
Kurz bevor mein Wecker um 05.45 Uhr läutet, erwache ich weil draussen vor der Türe Molly in die Türe springt. Schnell hüpfe ich aus meinem warmen Bett und kuschele mich wieder mit ihr ein. Nach dem uns danach der Wecker eine Viertelstunde später aus dem Halbschlaf
geweckt hat, mache ich mich parat für mein grosses Abenteuer. Nach einem kurzen Frühstück und einem letzen Blick in die Reisetasche, bringt mich Ross in die Stadt, wo bereits andere Leute beim Treffpunkt warten. Ich schaue mich ein wenig ängstlich um und stelle fest, dass die meisten von Australien selber oder von Irland, England kommen. Ich stelle mich zu einer Gruppe und komme mit ihnen sofort ins Gespräch. Sie stammen von Irland und sind für einige Monate
am Reisen. Plötzlich tippt mir jemand auf die Schulter und ich drehe mich um: die kenne ich doch! CLAUDIA!!!!!!! Eine Schweizerin die ich auf meiner 3-tägigen Reise nach Albany kennengelernt habe und wie es der Zufall will, geht sie auf die genau gleiche Reise wie ich. Ja dann kann ja nichts mehr schief gehen. Mit einer halben Stunde Verspätung fährt unser Bus ab. Claudia und ich niesten uns in der hintersten Reihe ein. Simon, unser Reiseführer und Fahrer, stellt sich kurz vor bevor jeder Einzelne von uns nach vorne geht und sich selber vorstellt. Neben zwei Schweizern,
Claudia und ich, sind noch drei Deutsche, eine Französin und 14 Iren an Board. Kurz vor dem Mittagessen erreichen wir den Nambung National Park wo sich die berühmten Pinaccles befinden. Diese verwitterten Kalksäulen sind etwa vier Meter hoch und es gibt unglaublich viele Theorien und Sagen wie diese entstanden sind. Während wir um diese Türme herumlaufen erzählt uns Simon einige davon. Am Besten gefällt mir die Sage, welche erzählt, dass diese Türme gefallene Männer sind, die in einem Krieg um die Liebe einer Göttin gekämpft haben. Nach dem wir eine gute Stunde in der brühenden Sonne verbracht haben, geht es weiter an einen wunderschönen Strand, wo wir das Mittagessen einnehmen. Es ist leider zu kalt um zu Baden, aber für
einen kleinen Spaziergang ist das Wetter perfekt. Da es zur Zeit „Winter“ in Australien ist, wird es schon kurz nach 17.30 Uhr dunkel und wir erreichen unsere erste Unterkunft um ca. 19.00 Uhr. Da unsere Mägen sich schon seit Stunden bemerkbar machen, helfen alle das bevorstehende Aussie-Barbie (Barbecue) vorzubereiten. Ich greife sofort zum Messer und fange an das Gemüse zu schnipseln und das Poulet in kleine Stücke zu schneiden. Nach gut 1,5 Stunden sitzen wir gemütlich um den Tisch und füllen unsere Mägen mit wunderbaren Sachen. Da ich bei der Vorbereitung geholfen habe, darf ich mich nach dem Essen verdrücken, während ein paar andere den Abwasch übernehmen. Ich hüpfe schnell unter die Dusche und freue mich nur noch auf mein Bett. Claudia und ich teilen uns ein Zimmer mit drei Iren. Kaum habe ich mich zugedeckt, fallen mir auch schon die Augen zu und ich schlafe ein.
Kalbarri-Monkey Mia
Kurz nach 06.00 Uhr werden wir geweckt. Draussen ist es noch dunkel und wir schleichen langsam in die Küche um das Morgenessen zu vorbereiten. Kurz nach dem die Sonne am Horizont erscheint, packen
wir all unsere Sachen wieder in den Anhänger und fahren weiter Richtung Norden. Nach einer kurzweiligen Fahrt erreichen wir unser nächstes Ziel: Kalbarri National Park wo wir einen kurzen Buschspaziergang machen zu einem natürlichen Spektakel welches sich ‚Murchison River – Z-bend’ nennt. Kurz gesagt: ein Loch im Felsen. Da wir
noch ein wenig Zeit haben, machen wir uns auf zu einem Strand wo wir Surfer im Meer beobachten können. Die haben es echt noch drauf. Nur einer hat die Welle verschluckt. Nach gut einer weitern Stunde Busfahrt erreichen wir eine andere Naturzone auf unserem Weg
und wir fahren auf einer holprigen Strasse weiter. So habe ich mich das genau vorgestellt: möglichst viele Löcher, so dass es der Bus wortwörtlich durch die Gegend hüpft und links und rechts Bäume, Büsche und lebensmutige Känguruhs
die einige Meter vor dem fahrenden Bus über die Strasse hüpfen. Kurz vor dem Mittagessen erreichen wir einen Park wo es zu Fuss weiter geht. Über Stock und Stein geht es eine Tiefe Schlucht hinunter. Es ist echt kriminell hier entlang zu laufen, da weder gross Wahrungen noch Sicherheitsbedingungen gezeichnet werden. Aber was solls: ich bin ja schliesslich auf einer Outback
reise und da soll es ja schliesslich auf Risiken und „Gefahren“ geben. No risk, no fun! Nach gut 40 Minuten erreichen wir einen wunderschönen Ort wo es kleine Seen gibt und einen wunderschönen Ausblick. Es ist so was von atemberaubend diese Landschaft. Ich hätte
es mir nie so wunderbar vorstellen können! Wer hinab geht muss auch wieder nach hoch und so machen wir uns wieder mühsam auf den Retourweg. Etwa in der Mitte des Weges
schlagen wir eine andere Richtung an und machen uns auf einem schmalen Pfad zwischen Abgrund und spitzigen Felsen auf den Weg zu einem einmaligen Aussichtspunkt. Der ganze Schweiss und die
Anstrengung haben sich echt gelohnt! Ich könnte Stunden hier oben verbringen, doch wir müssen weiter. Unser nächster Weg führt uns einem anderen Naturspektakel, das sogenannte
‚Natures Window’. Es sieht echt witzig aus dieses Loch und ein gutes Objekt um tolle Fotos zu machen. Weiter geht es dann zu einem Strand der aus lauter Muscheln besteht, Shellbeach. Es sieht zwar wunderbar aus, aber es
ist gar nicht so angenehm darauf rum zu laufen. Claudia und ich machen uns langsam auf den Weg Richtung Weg. Plötzlich entdecke ich etwas drei Meter vor mir und ich fange an zu schreien: etwas langes, schleicht herum. Eine Schlange! Oder doch nicht? Eine Schlange hat ja normalerweise keine Haaren oder? Claudia
kann sich kaum mehr beruhigen vor lachen als wir entdecken dass das eine Rauppenkolonie ist. Bevor es dann zu unserer Unterkunft geht, schauen wir noch
schnell bei der Sharkbay vorbei. Das Wasser sieht einfach so richtig zum dreinhüpfen drein und wir alle stellen uns gleich vor wie wir da gemütliche Stunden verbringen können. Dieser Gedanke geht uns aber schnell aus unseren Köpfen als wir etwa acht Haie sehen. Ich kann es kaum glauben, Haie! Und ich sehe die
und die machen mir nichts (ich stehe ja auch etwa acht Meter über ihnen auf einem Felsen!). Völlig erschöpft vom Tag machen wir uns auf den Weg Richtung Hostel und wir können es kaum erwarten, bis es endlich etwas zu Essen gibt. Da wir heute eine anstrengende Tour hinter uns haben, hat Simon für uns eine kleine Überraschung: wir fahren zu einem Pool der sich selbst von der Erde erhitzt. Eine grosse Beschreibung dazu benötigt es ja wohl nicht, wenn ihr das Bild anschaut und dass wir sehr viel Spass dabei haben, muss ich ja auch nicht noch extra betonen=)
Monkey Mia-Coral Bay
Heute Morgen benötige ich nicht lange um aus dem Bett zu hüpfen: es geht zu den Delphinen. Kurz nach 08.00 Uhr erreichen wir den Strand, wo schon Leute herumstehen und die Tiere beobachten, wie
sie gefüttert werden. Eigentlich ist das ja überhaupt nicht gut, was diese Leute mit den Tieren machen, da diese in der Wildnis leben uns selber überleben müssen können. Aber sie sind echt süss und einfach zum knuddeln. Im Wasser stehen fünf Personen mit Kübeln mit Fischen uns
füttern sie. Manchmal wählen sie auch Leute vom Publikum und diese dürfen dann selber einen Fisch in die Hand nehmen und die Delphine füttern. Wie es der Zufall will, werde ich ausgewählt und ich
nehme so einen kalten Fisch in die Hand. Ein Delphine hat mich entdeckt und schwimmt direkt auf mich zu. Einen Meter vor mir stoppt er und lachet mich ganz frech an und gibt einen Laut von sich wie er sagen möchten: „Hey du! Gib mir endlich diesen Fisch!“.
Schwuppdiwupp schon landet der Fisch in seinem Mund und ich winke im noch kurz zu bevor er dann zum nächsten Kübel geht. Ich könnte tagelang da stehen und
diese wunderschönen Säugetiere beobachten. Kurz nach 10.00 Uhr machen wir auf zu den ältesten Lebewesen auf unsere Erden, den Stromatolites. Es sieht echt super aus und die Vorstellung, dass diese fast gleich Alt ist wie unser Planet macht es echt interessant diese zu betrachten und die Tatsache, dass man dieses Spektakel mit einem kalten Bier geniessen kann, macht es diese Situation gerade zu perfekt!
Coral Bay-Exmouth
Heute auf dem Programm steht Schnorcheln am Ningaloo Reef an. Beschreiben? Kann ich nicht! Es kommt kein Wort annähernd an das was ich erlebt bzw. gesehen habe! Schaut euch selber die Bilder an, dann wisst ihr von was ich spreche. Übrigens, der Hai sieht dann “nur” gefährlich aus, obwohl er nur wenige Meter neben mir vorbei geschwommen ist, hat er mich gar nicht gross beachtet.

Exmouth
Nach dem ich gestern Claudia in einer Kurz-Crash-Lektion das Schnorcheln beigebracht habe, konnte ich sie dazu überreden mit mir auf die Whale-Shark-Tour zu gehen. Kurz nach 07.30 Uhr holt uns einen kleinen Bus ab und wir fahren zum Strand wo auf uns schon ein kleines Motorboot wartet, dass uns aufs Schiff führt. Dort angekommen werden wir herzlich von der Mannschaft begrüsst und schon fahren wir los. Am Anfang werden wir über allfällige Notfälle informiert und die Sachen die halt ein muss sind. Nach dem sich dann jeder Taucherbrille, Schnorchel und Brille geschnappt haben werden wir in zwei Gruppen eingeteilt. Leider sind Claudia und ich nicht zusammen aber wir verkraften es gerade noch so. Wir fahren etwa eine Stunde hinaus bis wir ein Riff entdecken, wo wir die ersten Schnorchelübungen machen können. Die Unterwasserwelt ist wieder mal fantastisch und auch hier treffe ich auf einige Riffhaie die mich wirklich nur knapp an mir vorbeischwimmen. Langsam gehen mir diese Tiere echt auf die Nerven! Wenn sie mich schon nicht fressen wollen, dann sollen sie wenigstens so schwimmen, dass ich sie auch anschauen kann!!! Das Wasser ist etwa 28° und so benötigen wir gar keinen Schwimmanzug. Es ist einfach herrlich. Ich könnte stundenlang weiterschreiben von den farbenprächtigen Fischen, den atemberaubenden Korallen und den Schildkröten. Leider müssen wir schon wieder aufs Boot und es fährt weiter. Plötzlich herrscht eine riesengrosse Aufregung: Whale-Shark!!!! Da ich in der Gruppe A bin, kann ich zuerst ins Wasser und ich mache mich parat, dass ich nur noch ins Wasser hüpfen kann. Mein Puls steigt mindestens auf 180 und ich kann es kaum erwarten. Da, endlich! Das Signal! Und hopp, ich bin im Wasser, Kopf unter und da ist er! Woooooooooooooooooooow!!! Ich kann es nicht fassen. Schnell schwimme ich im hinter her (es ist uns erlaubt auf der Seite von ihm zu schwimmen mit einem Abstand von drei Metern!). Ich bin ganz an der Front und ich vergesse alles um mich herum. Das wunderschöne Geschöpf ist mindestens ACHT METER lang! Plötzlich dreht der Whale-Shark und schwimmt direkt auf mich zu. Das Maul sperrangelweit offen! Ich muss wegschwimmen, ich darf nicht vorne schwimmen (Anweisung von der Mannschaft!). Aber es geht nicht, ich bin wie im Schockzustand. Plötzlich schaltet sich mein Hirn wieder ein und ich schwimme zur Seite. Unsere Führerin gibt uns ein Zeichen und wir müssen aus dem Wasser, dass die andere Gruppe hinein kann (es dürfen nicht mehr als 10 Leute darin sein!). Erst jetzt im Schiff begreife ich was passiert ist und meine Knie fangen an zu zittern. Alle um mich herum lachen. Insgesamt können wir etwa sechs Mal für je 15 Minuten ins Wasser bis wir leider wieder zurückkehren müssen. Während wir uns abtrocknen und in trockene Kleider hüpfen, sprint in der Nähe von unserem Boot etwas hoch: es ist ein Buckelwal! Das gibt’s doch nicht! Es ist echt unglaublich und da noch einer!!! Sie verfolgen unser Boot und kommen bis etwa fünf Meter nah! Ich bringe das Maul gar nicht mehr zu vor lauter staunen! Echt! Das ist ja unglaublich. Die zwei Buckelwale begleiten uns eine gute halben Stunde bis sie dann verschwinden und wir zur Küste zurückkehren. Das was ich soeben erlebt habe, ist ja wohl das Beste was ich je gemacht und erlebt habe!!!!
FOTOS: wir wurden während des ganzen Tages gefilmt und ich habe die DVD. Leider war es für mich nicht möglich Fotos zu machen. Aber alle die Interesse haben, wie das so aussieht, wie ich mit den Tieren schwimme, würde ich mich riesig freuen, das Video persönlich zu zeigen.
Karijini
So Zelten in der freien Natur macht einfach schon unheimlich viel Spass un das noch in Australien wo 21 von 25 absolut tödlichen Schlangen leben (steht in einem Magazin, dass jemand auf der Reise dabei hatte!)!!!!! Zum Glück habe ich keine einzige bis jetzt angetroffen (und das hat sich dann bis zum Schluss so ergeben!). Kurz nach 07.00 Uhr heisst es aufstehen. Mühsam klettere ich aus meinem Schlafsack, schnappe mir meine Sachen und ich marschiere mit Claudia zur Toilette. Wir freuen uns so richtig auf eine morgendliche Dusche (Die WC’s sowie die Duschen sind hier sehr sehr SEHR improvisiert, aber es reicht ;o)). Wir betreten den Waschsalon und meine Augen ziehen sich wie magisch an die linke obere Ecke: eine SPINNE!!! Eine fette ORANGE Spinne! Ihr könnt euch ja vorstellen, dass ich so ziemlich schnell wieder nach draussen gehüpft bin (ein Foto hat dann jemand anderes aus der Gruppe für mich gemacht!). Wie gesagt: ich bin ja im Outback und was wäre das ohne solche hässlichen Krabbelficher! Zu unserer Überraschung macht Simon für uns Pancakes! Mmmmm….ja das nenne ich ja mal Luxus. Das hat bestimmt nicht jeder wo so im Busch campiert! Nach einem ausgiebigen Frühstück machen wir uns auf den Weg um ein paar andere Schluchten an zuschauen. Da die Distanzen unheimlich lang sind, verbringen wir viele Stunden im Bus und diese nutzen wir um Spiele (UNO) zu machen oder einfach ein bisschen herumblödeln. Dabei ist es nicht unüblich, dass der Bus regelrecht durch die Strasse hüpft, da alle im Bus aufstehen und zu den Liedern tanzen die Simon für uns abspielt. Nach gut zwei Stunden Fahrt heisst es für uns die Rucksäcke anschnallen und los geht’s! Zuerst müssen wir mühsam nach unten klettern und das ist echt eine Kunst, da es ausser Felsen und Steine nichts wirklich zum Halten gibt. Zu unserer ‚Ermutigung’ erzählt uns Simon noch, dass jedes Jahr mehrere Menschen hier tödlich verunglücken! Ich schaue nur Claudia an und ich kann in ihren Augen lesen, dass sie gerade das Selbe denkt wie ich: zum Glück können das jetzt nicht unsere Mütter sehen (die sind ja immer so nett besorgt um uns ;o)). Endlich haben wir es, ohne Unfall, nach unten geschafft und wir wandern in einem sogenannten Tal weiter. Eigentlich ist es ja mehr ein klettern und balancieren. Wenn ihr das einte Foto von mir anschaut, dann wisst ihr wo von ich rede. Die Hauptaufgabe hier ist es, nicht ins Wasser zu fallen, da man sich sonst ziemlich schwer an den Steinen und Felsen verletzen kann. Gott sei Dank bin ich so gross und ich komme ohne grössere Probleme dadurch. Aber so unter uns gesagt: es ist echt hammermässig da durch zu gehen ;o)) Nach gut einer Stunde klettern, erreichen wir einen sogenannten Pool. Hier machen wir unsere erste Pause und das Wasser lockt förmlich an um hineinzuspringen. Schnell sind die Kleider angezogen und ich gleite langsam ins Wasser, besser gesagt ins EIS-Wasser! Es ist sooooooo was von kalt und noch vieeeeeeeeeeeelll mehr!!!!! Claudia, Annett und Dagmar folgen mir. Schnell tauchen wir schnell ab und lächeln ganz nett in die Kamera! Endlich! Die Fotos sind gemacht und wir können wieder hinaus! Schnell abtrocknen und wieder in trockene Kleider. Nach gut 10 Minuten brechen wir auf und schlagen eine andere Richtung ein. Da es so heiss ist und Claudia und ich immer noch nass sind, beschliessen wir nur in einem Top durch den sogenannten Urwald zu marschieren. Während wir durch die schmale Pfade gehen, raschelt es immer rechts und links und wir stellen uns gleich vor was alles da drin sein kann. Das geht von einem Tiger über ein Krokodil bis zur einer Anakonda. Da wir sowieso blühende Fantasie haben malen wir uns gerade aus was die Schlagzeile unseren Zeitungen sein werden, wenn wir „verschwinden“. Das Beste würde etwa so tönen: Zwei Schweizer in Badehosen im Urwald von Australien verschwunden! Aber zum Glück ist das ja nicht so und wir erreichen nach einer weiteren Stunde Fussmarsch einen wunderschönen Ort. Es ist echt ein Paradies: Wasserfälle, Flüsse und einen See. Da es schon andere Leute darin hat, zögern wir nicht lange und hüpfen auch hinein. Das Wasser ist angenehm warm und wir schwimmen zu den Wasserfällen. Der ist ja fast heiss wenn wir darunter sitzen. So verbringen wir gut eine halbe Stunde im Wasser mit quasseln und plantschen. Da auf unserem heutigen Programm „Sunset watching“ ansteht müssen wir leider bald wieder aufbrechen. Kurz bevor die Sonne die Erde küsst (ich bin ja so was von metaphorisch ;o)) erreichen wir einen wunderschönen Strand. Schnell hüpfen wir aus dem Bus, machen ein paar Fotos und fahren dann wieder zum Camping. Ich freue mich schon riesig auf eine Dusche. Hoffentlich dieses Mal OHNE Krabbelficher!!!
Hier möchte ich noch erwähnen, dass ich eigentlich an diesem Tag wieder nach Perth zurück kehren würde, aber da der Bus kaputt ist, der mich abholen sollte, “muss” ich mit den anderen bis nach Broome. Ist ja wieder typisch: keinen Pass dabei (fliege dann nach Hause), keine Kreditkarte etc. Simon beruhigt mich aber und meint, dass dies ja nicht meine Schuld ist und so die Organisation alles für mich zahlt. Auch nicht schlecht =) und da man für Inlandflüge keinen Pass benötige, kann ich ja jetzt beruhigt sein!




Buschcamping
Heute Morgen heisst es sehr früh aufstehen: kurz vor 06.00 Uhr werden wir geweckt: Mountain-Tour! Da wir auf dieser Tour sehr selten, ich glaube ein einziges Mal, erst vor 12.00 Uhr ins Bett gekommen sind, fällt es uns echt schwer, unsere Augen aufzubehalten. Nach einem Mini-Breakfast (wer kann schon um 06.00 Uhr etwas essen!) geht es zum Mount Bruce, den zweit „höchsten“ Berg in Australien (1235 Meter). Von unten sieht er ja noch echt winzig aus aber sobald wir die ersten paar Metern laufen, merken wir, dass dieser gar nicht zu unterschätzen ist! Auch hier geht es über Stock und Stein und beim Klettern hat es nicht einmal Sicherheitszeugs! Der Abgrund lauert auf beiden Seiten und ich möchte mir gar nicht vorstellen was passiert, wenn ich einen Misstritt mache. Nach gut zwei Stunden erreichen wir die Spitze und es ist einfach herrlich diese Aussicht! Bergen, Felder und da, sogar einen Zug! Claudia und ich können echt stolz auf uns sein. Nur fragen wir uns jetzt, wie wieder hinunter?! Hinauf ist ja das eine aber hinunter? Da es nur einen Weg gibt, bleibt uns nichts anderes übrig als langsam den Weg nach unten wieder anzutreten! Vorsichtig, Schritt um Schritt. Als wir dann nach gut 1,5 Stunden wieder im Bus sitzen bin ich echt froh. Wir fahren zu einem anderen Camp und als Simon zuerst sagt, wir schlafen unter freiem Himmel, denke ich zuerst es ist ein Witz! Das geht doch nicht. So mitten im Nirgendwo, bei all den gefährlichen Tieren. Aber es ist keiner! Wir schlafen tatsächlich ohne Dach über dem Kopf. Ich habe ja noch einige Stunden Zeit um mich mit diesem Gedanken anzufreunden. Nach dem Abendessen macht Simon für uns ein Lagerfeuer und wir sitzen alle herum. Zu meiner Freude gibt es noch Marshmallows welche wir über dem Feuer machen können. Das erste Mal, dass ich so was Essen kann. Ich kann es kaum erwarten, bis ich endlich eins essen kann. Es schmeckt ja so was von herrlich!!! Gleich noch mal eins und noch mal eins usw. Kurz nach 01.30 Uhr marschieren Claudia und ich zu unseren Schlafsäcken und träumen nur noch davon endlich schlafen zu können. All die Gedanken von den Gefahren um mich herum sind weg und kaum bin ich eingemummelt, schlafe ich auch schon ein.


Broome
Unser letzter Tag! Nach einem „Ausschlafen“ (07.30 Uhr) und einem gemütlichen Frühstück, nehmen wir die letzten paar 100 Kilometer in Angriff. Kaum ist Simon abgefahren, fahren wir an einem Bottleshop vorbei und schwuppdiwupp die ganze Mannschaft ist draussen und stürmt hinein um Bier, Wein (ist halt das Billigste zu kaufen). Eine grosse Erklärung wie es dann im Bus hin und her zugegangen ist, braucht es ja nicht, wenn ihr die Bilder anschaut =) Jedenfalls, kommen wir um kurz vor 16.00 Uhr in Broome an. Da mein Flug schon um 19.50 Uhr geht, bleibt mir nicht viel Zeit um auszuruhen. Claudia und ich stürmen sofort zum Strand und geniessen noch einige Stunden im Meer und am Strand, bis die Sonne hinunter geht und ich mich auf den Weg zum Flughafen mache. Mit einer halben Stunde Verspätung setze ich mich dann ins Flugzeug und schnalle mich an. Während alle um mich herum ein grosse Sache daraus machen, dass jetzt so ein Ding in die Luft abhebt (ist ja das erste Mal das ein Flugzeug vom Boden geht!), rolle ich mich auf meinen Sitz ein und schlafe ein, bevor das Flugzeug überhaupt auf die Fahrbahn rollt um zu starten. Ich erwache, dann erst wieder 10 Sekunden bevor es wieder landet und somit ist mein Abenteuer im Outback beendet.
