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Wie erklärt man einem Hund das Spiel „Versteck dich!“? Ehrlich gesagt, ich weiss es auch nicht! Aber wenn man eine Molly Marshall hat, benötigt es keine Erklärung dazu. Da es draussen stürmt und regnet ist so ein gemütlicher Tag im Hause genau richtig. Val arbeitet, Portia ist in der Schule und Ross bei seiner Mutter. So sind Molly und ich alleine zu Hause. Nach dem ich ihr durchs ganze Haus gerannt bin, weil sie mir mein Brot vom Frühstück gestohlen hat (ganz schlau gemacht: Ich habe mein Toast auf einem Teller auf den Esstisch gestellt. Danach bin ich wieder in die Küche gegangen um mir meinen Tee zu holen. Während dem ist Molly auf den Stuhl gehüpft und hat
sich mir mein Morgenessen geschnappt), liegen wir Beide ausser Atem auf dem Sofa. Während ich in einem Magazin blättere hüpft Molly auf mich und will mir irgend etwas erklären. Sie rennt davon. Ich ihr hinterher. Keine Molly weit und breit. „Molly!“ Es bleibt ruhig. Da unter dem Sofa schaut etwas Weisses hervor. Könnte einer Pfote gehören, genauer gesagt, Mollyspfote. Kaum tippe ich leicht mit meinem Finger darauf, flitzt der kleine, dicke Hund schon hervor und hüpft ins Wohnzimmer. Versuchen wir es mal umgekehrt: ich verstecke mich (in der Waschküche hinter dem Bügelbrett). Kurze Zeit später höre ich Molly wie sie auf dem Steinboden hin und her tapst. Ich verhalte mich
ganz ruhig und versuche so leise wie möglich zu atme. Es geht nicht lange sehe ich eine kleine schwarze Nase. Sie hat mich gefunden und bellt wie sie mir sagen möchte: „ich bin halt ein super Suchhund!“. Wir drehen den Spies wieder um und Molly versteckt sich. Nach gut einer Minute laufe ich los und suche ich. Wo könnte sie wohl sein? Ich bleibe stehen und versuche sie zu hören. Irgend etwas atmet schwer. Vorsichtig begebe ich mich ins Nebenwohnzimmer. Auf einem Stuhl liegt ein Schlafsack und der raschelt ganz komisch. Auf den Zehenspitzen gehe ich darauf zu und entdecke etwas Weisses eingekuschelt. Molly zittert leise. So sehr strengt sie sich an, dass ich
sie nicht höre. Ich ducke mich und gehe auf die Seite. Vorsichtig hebt sie den Kopf und schaut neugierig herum. Sie kann mich wohl riechen. Getraut sich aber nicht gross aufzustehen. Könnte ja sein, dass ich sie entdecke. Langsam hebe auch ich meinen Kopf und mit verblüfften Augen schaut sie mich an. Ich lache sie aus und sofort hüpft sie mir entgegen. Mich wirft es nach hinten und Molly über meinen Kopf hinaus. Da liegen wir nun auf dem Boden: ich lachend und sie bellend. Ich schaue ihr in die Auge und kann daraus lesen, dass sie das Selbe denkt wie ich: Nochmals! Schon stehe ich auf und springe davon. Was wird wohl mein nächstes Versteck sein?
Der Wecker reisst mich kurz nach 09.00 Uhr aus dem Tiefschlaf und ich habe das Gefühl ein Lastwagen ist über meinen Kopf gerollt. Ich habe so Kopfschmerzen. Völlig benommen laufe ich ins Bad uns stelle mich zuerst fünf Minuten unter eine kalte Dusche. Ein wenig hat der Druck nachgelassen. In der Küche wartet schon völlig aufgeregt Porti auf mich. Ross stösst ein Gebet zum Himmel hinauf und erklärt mir, dass seine Tochter schon Angst gehabt hat, dass ich ihr Hockey-Match vergessen habe. Ich lächle Portia zu und beruhige sie in dem ich ihr erklären, dass ich so was wichtiges doch nie vergessen würde.
Eine halbe Stunde später sitzt die ganze Familie inkl. mir im Auto Richtung Hockeyplatz. Meine Gastschwester zappelt nervös neben mir auf und ab. Sie möchte sich ja nicht vor mir blamieren. Ist das nicht süss?!? Wir erreichen wenig später ein riesengrosses Feld, welches in elf Spielfeldern aufgeteilt wurde wo schon die ersten Spiele stattfinden. Portia stellt mich als „This is my Student Nadine“ ihren Kolleginnen vor. Die
„Kleinen“ sind ganz fasziniert von mir und ich werde gezwungen zu beschreiben wie sich Schnee anfühlt (kleine Bemerkung: hier in Perth schneit es nie!). Der erste Pfiff und die Spieler beider Mannschaften stürmen auf den Ball los. Eltern, Lehrer und Kollegen stehe am Feldrand und schreien ihren Kindern zu was sie zu tun haben. Wenn diese das nicht schon besser wissen. Aber was kann man gegen emotionale Eltern tun? Die wollen ja schliesslich nur das Beste für ihre Kinder ;o) Portias Mannschaft hat einen guten Zusammenhalt und es ist wirklich schön
zu zu sehen wie sie miteinander spielen. Keine Alleingänge und jeder hat gleich viel Chance den Ball zu berühren. Leider kann die Gegenmannschaft durch ungünstige Momente zwei Tore erzielen. Und so bleibt es auch zum Schluss 0:2. Portia ist ein wenig enttäuscht doch ihre Trainerin lobt die Kinder und meint, dass es wichtiger ist zusammen zu spielen und eine gute Taktik hat. Insgesamt liegt Portias Team recht weit vorne und sie haben gute Chance auf einen Podestplatz am Ende der Saison. Ich drücke ihr jedenfalls fest die Daumen. Wieder in Maylands angekommen, habe ich das Gefühl mein Kopf zerplatzt. Ich verabschiede mich von der Familie und gehe in
mein Zimmer um wenig auszuruhen. Eigentlich wollte ich noch eine Tablette nehmen, doch ich schlafe schon vorher auf dem Bett ein. Zum Glück habe ich vorher noch den Wecker gestellt. Sonst hätte ich wohl den ganzen Nachmittag durchgeschlafen. Das Kopfweh ist immer noch da und ich habe das Gefühl es ist schlimmer als zuvor. Schnell nehme ich eine Tablette und verkrieche mich wieder unter die Bettdecke. Zum Glück wirkt diese schnell und nach gut einer halben Stunde befinde ich mich mit Molly auf dem Weg Richtung Swan River. Die Sonne lacht mir ins Gesicht und ich bin einfach glücklich, dass ich hier sein kann und weiss, dass mich „meine“ Molly nie im Stich lassen würde…
Habt ihr das auch schon mal erlebt, dass ihr am morgen früh in die Küche geht und ein Hund mit einem „Pyjama“ da sitzt und auf euch wartet? Mir schon!
Als ich heute Morgen kurz vor 06.30 Uhr in die Küche komme sitzt Molly in der Küche und starrt mich an. Irgendwie sieht sie anders aus als sonst. Was könnte es sein? (Mein Hirn ist immer noch im Bett!) Was ist DAAAAASSS? Ich fange nur an zu lachen und in diesem Moment hüpft Portia um die Ecke und erzählt mir aufgeregt, dass sie
Molly’s Winterpyjama gefunden hat. Ich habe schon gewusst, dass es sogenannte Kleider für Hunde gibt aber dass mich so was hier in Australien erwartet, hätte ich mir nie vorstellen können. In meinen Augen bilden sich Tränen vor lachen und Ross, mein Gastvater, trifft es fast der Schlag, als er Molly so sieht. Ich knie mich zu ihr nieder und schon hüpft sie mit ihrem Knochen auf dem Rücken auf meine Beine. Sie sieht echt aus wie ein Teddybär. Aber ein süsser knuddliger Bär. So eine Molly muss ich mir unbedingt auch zu legen. Die würde neben meinem Pool mit Delphinen und dem Känguruhgarten noch gut dazu passen =)
In der Schule kann ich an nichts anderes denken, als endlich wieder nach Hause zu gehen und ins Bett zu kriechen. Es ist einfach schrecklich, wenn man gegen die 20-er zu geht. So schrecklich alt und ich realisiere erst jetzt, dass meine Kindheit eigentlich schon längst vorüber ist. Naja, zum Glück habe ich ja noch Portia (und Nicole in der Schweiz, selbstverständlich!) die mich noch jung behalten. Und falls das alles nichts nützt, lege ich mir auch so ein Doggy-Pyjama zu und geselle mich zu Molly ;o))
Wie würdet ihr reagieren, wenn ihr wie gewohnt um 10.30 Uhr in die kurze Pause geht, durch den Garten wandert und plötzlich so eine Vogelartige Pflanze euch entgegenstarrt? Meine Reaktion tönt etwa so: ääääääääääääääääääää!!!!! Miguels: huuuuuuuuuch!!!! Und Rosa’s: uuuuuiiiiiii!!!! Nach dem wir uns alle wieder beruhigt haben und wir uns bzw. Miguel sich versichert hat, dass dies kein lebensbedrohendes, gefährliches, giftiges Tier ist stehen wir einige Zeit davor und diskutieren darüber, wie so eine Blume / Pflanze überhaupt wachsen kann. Für mich sieht sie echt aus wie einen Vogel. Strauss, Emu und was es sonst noch für Vögel mit langen Hälsen gibt. Kurzerhand taufe ich sie „Bird-Flower-Danny“.
Gleich nach der Schule mache ich mich auf Richtung Maylands. Ich bin recht müde und möchte mich ausruhen. Während ich den Schlüssel im Schloss umdrehe, stelle ich mir gerade vor wie ich nach einer heissen Dusche mich in mein Bett ein knuddeln kann. Zu früh gefreut! Kaum habe ich einen Schritt ins Haus gesetzt hüpft auch schon Portia auf mich und zerrt mich ins Wohnzimmer wo sie mich höflichst bittet, aufs Sofa zu sitzen. Sie hat eine Überraschung für mich (Frühstück kann es dieses Mal kaum sein!). Sie dreht die Stereoanlage voll auf und fängt an zu tanzen. Was will sie mir damit sagen bzw. zeigen? Es sieht aus wie ein Affe, der gleich daran ist verrückt zu werde. Nach gut zwei Minuten verbeugt sie sich und ich klatsche ihr zu (Höflichkeit ist sehr wichtig in unserer heutigen Gesellschaft!). Sie hat diesen Tanz für mich selbst erfunden um mir zu zeigen, dass sie tauglich ist, mit mir in den Ausgang zu gehen (habe ihr vor ein paar Tagen erklärt, wie ich zu Hause mit meinen Freunden am Wochenende fort gehe (einfach noch zum klarstellen: wie ein Affe tanzen wir dann nicht!!)). Zum Glück sind ihre Eltern dagegen. Aber ist irgendwie doch süss, was sie für mich alles macht oder? =)
Es gibt so viele Mütter auf der Erde, doch EINE ist DIE BESTE und die gehört mir! Alles Liebe zum Muttertag.
Hallo Mami
Im Kindergarten haben wir für diesen besonderen Tag Sachen gebastelt und in der Primarschule Gedichte geschrieben und hier in Australien? Sende ich dir liebenvolle Grüsse und hoffe, dass dich Sarah heute so richtig verwöhnt.
Da ich eigentlich noch eine andere, nicht-biologische „Mutter“ habe (ja Ursula Herzog du bist gemeint =)) wünsche ich auch dir einen wundervollen Tag. Ich hoffe, dass deine Jungs heute besonders lieb zu dir sind. (*räusper*)
Neue Natelnummer (ab sofort gültig):
0061 45 052 14 86
Was könnte man besser machen, als an einem freien Freitagnachmittag mit Miguel, Rosa und Madoka ins Taka gehen und ein feines Mittagessen geniessen? Meine heutige Wahl fällt auf Menu Nr. 14 (kann mir diese japanischen Namen doch nicht merken!). Es besteht aus einer Art Bouillonsuppe mit Nuddeln und Poulet. Es ist so lecker.
Später mache ich mit auf in den Supermarkt um die Zutaten für das Abendessen zu kaufen.
Madoka schaut mir ganz gespannt zu und sie kann nicht aufhören, mir Löcher in den Bauch zu fragen über unsere Schweizer Kultur. (Ich durfte sie zum Abendessen einladen). In der Küche angekommen
schnappt sich meine japanische Kollegin sofort Messer und Gabel und möchte am liebsten sofort anfangen. Ich weihe sie dann in die Kunst des „Röschti-Machen“ ein und erkläre ihr was sie zu tun hat. Während sie die
Kartoffeln mit voller Energie raspelt, fange ich an, das Zürichgeschnetzlet vorzubereiten. Ist echt noch eine kleine Herausforderung in einer „fremden Küche“ ein Menu zu gestalten. Schlussendlich sieht die Rösti mit Tomaten und Käse mehr oder weniger aus nach dem was sie sein sollte und auch meinen Teil schmeckt herrlich. Obwohl es wahrscheinlich nicht wirklich original ist (ich habe einige Sachen hinzugefügt, das meinem Geschmack entspricht) sitzen wir kurz nach 18.30 Uhr gemütlich um den Tisch und geniessen unser Essen. Ich muss sagen, es ist uns Beiden echt gelungen die Marshmallows und Miki (meine Mitstudentin) davon zu überzeugen, dass die Schweizer Esskultur einfach atemberaubend gut ist. Da kann ich mir doch selbst mal auf die Schultern klopfen oder nicht? =)
02.45 Uhr: Das fürchterliche Gewitter draussen reisst mich aus meinen Träumen
02:47 Uhr: Einen lauten Knall erschüttert meine Türe, Molly.
06:15 Uhr: Der Wecker klingelt. Ich kann es nicht fassen! Jetzt bin ich doch erst eingeschlafen. Den ganzen Weg zur Schule muss ich mich zusammenreissen, dass ich nicht einschlafen. Zu meiner Müdigkeit kommt
noch hinzu, dass ich seit gestern Abend fürchterliche Halsschmerzen habe (Keine Angst!!! Meine liebe Mutter hat mir eine halbe Apotheke mitgegeben und ich bin in „besten Händen“!). In der Schule ist es wieder mal so richtig langweilig. Den ganzen Morgen korrigieren wir nur Hausaufgaben. Doch mein Hirn mag heute nicht im Unterricht sein und verreist auf einen anderen Planet. Per Zufall trifft es dort auf Miguel’s und Yuriana’s Hirn an. Wie das treffen ausgeht? Schaut euch das Bild an und dann benötigt es wohl keine Erklärung mehr =)
Ich habe endlich ein Foto von meiner Lehrerin, Hannah. Was haltet ihr von ihr? Ich mag sie total und sie ist super im erklären und sie weiss einfach alles! Unglaublich! Obwohl sie extrem viele Hausaufgaben gibt und wir jede Woche Prüfungen schreiben müssen, ist sie mir total ans Herz gewachsen und das ist auch der Grund, warum ich eigentlich gerne zur Schule gehen.
Ich bin echt froh als die Schule um 16.00 Uhr endet und ich mich Richtung Maylands aufmachen kann. Zum Abendessen gibt es selbstgemachte Hamburgers *mmm…*. Damit ich mir nachher eine heisse Schokolade mit Marshmallows gönnen kann, schnappe mir Molly und Portia und wir machen einen ¾ stündigen Spaziergang. Der Abend ist herrlich und der Mond leuchtet uns den Weg. Mit einem 12-järhigen quirligen Girl und einem 9-jährigen übermütigen Jack Russel namens Molly komme ich bald mal ins schwitzen, da die Beiden einfach zu viel Energie noch haben. So bleibt mir nichts anderes übrig, als hinterher zu rennen. Als wir wieder nach Hause kommen sind Portia und Molly so kaputt, dass sie kurze Zeit später auf dem Sofa einschlafen. Ross meint, so etwas hat er noch nie geschafft und „verdonnert“ mich jetzt jeden Abend mit den Zwei auszugehen. Das kann ja lustig werden =)
Liebes Mami. Zu deinem Geburtstag gratuliere ich dir von Australien aus alles, alles Gute. Ich hoffe du hast einen wunderschönen Tag mit viel Sonnenschein, Geschenke und Liebe. Obwohl ich dir kein Geschenk persönlich überreichen kann, habe ich dir einige Blumen besorgt. Ich denke per Post würden sie nicht mehr so frisch aussehen. Darum schaue ich hier sehr gut auf sie. Ich hoffe sie gefallen dir. Papi wird dir bestimmt wunderschöne Rosen kaufen. Man wird ja im Leben nur einmal ….. Jahre alt / jung;o))) Ich hoffe du wirst heute verwöhnt und kannst deinen Tag in vollen Zügen geniessen.
Einen dicken fetten Geburtstagskuss sendet dir deine Tochter Nadine vom anderen Ende der Welt
„Krrrrr“, „rattterratter“, „ööööö“…05.35 Uhr!!! Unglaublich echt! Mein Puls ist sofort auf 180 gestiegen und in meinem Gehirn brauen sich mörderische Gedanken zusammen die ich hier lieber nicht niederschreiben möchte. Es ist unmöglich weiter zu schlafen da es unter
anderem so schwül ist draussen. Bis mein Wecker normalerweise klingelt, habe ich noch etwa 40 Minuten zeit. So entschliesse ich mich für einen spontanen Morgenschwum im Pool. Ich schlüpfe in mein Bikini, schnappe mir mein Handtuch und tappen leise im dunkeln die Treppe hinunter. Wie gewohnt ist meine treue Begleiterin, Molly-Mobs (sie sieht echt aus wie ein Würstchen!), stets zur Seite und begleitet mich hinaus. Aaaa…So schön ruhig KÖNNTE es sein, wenn nicht…!!!! Der Himmel ist noch schwarz und die Sterne strahlen von ihrer schönsten Seite. Ich versinke total mit meinen Gedanken und träume vor mich hin. „Quack“. Was ist das? „Quack“. Ah, das müssen wohl die Enten im See sein. Der Sternenhimmel leuchtet mir schön den Weg zum Pool. Da im Wasser, da bewegt sich was. Ein Ungeheuer? Vielleicht eine Wasserschlange? Hmmm…vorsichtig trete ich näher heran. Nichts ist zu sehen. Soll ich wirklich hinein gehen? Wie aus dem Nichts kommt etwas Schwarzes vom Grund hervor. Das ist bestimmt Loch Ness! Quatsch, denke ich im selben Moment. Bin ja in Australien und nicht in Schottland. Aber was ist das? „Quack“! Huch eine Ente!! Da stimmt etwas nicht. Normalerweise sind die Tiere nicht so menschenfreundlich und betrachten die Menschen nur von weitem. Auch Molly versteht die Welt nicht mehr. Sie dreht ihren Kopf zur Seite und schaut merkwürdig in den Pool. „Quack“ und schon taucht sie wieder hinunter und schwimmt auf dem Grund. Also da gehe ich sicher nicht mehr hinein. In der Zwischenzeit ist auch Ross aus dem Bett geschlüpft und fragt mich ganz irritiert was ich vor 06.00 Uhr morgens im Bikini draussen stehe. Ich zeige ihm meinen Fund und er staunt nicht schlecht. Er kann sich nicht erklären, warum diese Ente im Pool schwimmt und nicht angst hat vor uns. Ich muss mich jetzt leider parat machen für die Schule. Bevor ich das Haus verlasse schaue ich nochmals kurz ins Wasser. Das Tier schwimmt immer noch seine Kreise und Molly sitzt wie erstarrt daneben. Bin ja gespannt ob am Abend die Ente immer noch da ist.
In der Schule passiert nicht viel Interessantes. Obwohl es nicht gerade spannend ist, vergeht der Morgen wie im Flug und es ist schon Mittag. Jeweils Freitagnachmittags haben wir schulfrei. So mache ich mich auf den Weg zum Supermarkt. Heute werde ich für meine Gastfamilie einen Kuchen backen. Einen Aprikosenstrudelcake. Hoffentlich wird er gut.
Als ich am Nachmittag wieder in Maylands ankomme marschiere ich zuerst zum Pool. Keine Ente mehr da! Ross erklärt mir, dass er das Tier ins Spital gebracht hat. Ok, guter Witz. Doch er meint es ernst. Die Aussis haben extra „Ducks and Birds Hospital“ und unsere Ente ist schwer krank: sie hat ein Auge verloren und ihr Flügel ist leicht angeknackst. Sie muss nun einige Tagen in Pflege sein, bevor sie wieder mit ihren Kollegen im See herumtollen kann.
Übrigens: der Kuchen ist fantastisch und die Marshalls sind total verzaubert von meinen Backkünsten. Bin ich nicht ein Genie: ich habe so viele Talente ;o))

