Ich bin ja schon ein bisschen stolz auf mich, dass ich meinen Sprachaufenthalt an einer der besten Universitäten in der Welt absolvieren durfte. Schon der Anblick ist gewaltig und ich bestätige hier, schwarz auf weiss, dass ich mich doch tatsächlich fürs Studieren bemühen werde, wenn wir auch so eine Schule in der Schweiz hätten.
Nicht nur von Aussen ist es faszinierend. Der antike Baustil und die Ruhe darin ist einfach unglaublich: Hunderte von Bäumen und Blumen umarmen die sonderbare Atmosphäre des Geländes. Ich habe mich in unserer Bibliothek in der Schule schlau gemacht und herausgefunden, dass die UWA (University of Western Australia) im Jahre
1911 gegründet wurde und somit die älteste Hochschule Australien ist. Sie bietet unter anderem neun Fakultäten an, liegt direkt am Swan River und hat schon fast 100′000 Schüler graduiert. Eigentlich ist die Uni wie eine altrömische Stadt. Auch meine Prüfungen fanden im Gelände statt und dieser war eigentlich einer der kleineren Räume. Am meisten fasziniert mich, dass es viele Wasserquellen hat und die Umgebung mit viele leibe gepflegt wird. So hat zum Beispiel jeder Grashalm die gleiche Höhe (ist jedenfalls mein Eindruck). Jedes Wochenende hat es Hochzeitfeiern dort. Zum Fotos machen ist es sicher einen super Ort aber wenn ich mir vorstelle, ich würde in meiner alten Schule heiraten…nenenene, da ziehe ich das Disney Land doch vor ;o)
Und was habe ich so gemacht heute? Laaaaaaannngggeeee ausgeschlafen und mit Molly ein Frühstück im Trainier vor dem Fernseh genossen (wir haben übrigens beide unser Pyjama getragen. Ihr erinnert euch noch an das süsse blaue Kleidchen mit dem Knochen darauf?). Kurz nach 10.00 Uhr bin ich dann in die Stadt gegangen und habe einen Tagesausflug für Freitag zum Wave Rock gebucht. Da es
wieder angefangen hat zu regnen, nahm ich den Bus nach Hause und habe weitere Reisen für Juni / Juli geplant (ich werde auch dieses Programm bald veröffentlichen). Es ist echt ein super Gefühl einfach planen und machen was man will ohne gross auf etwas Rücksicht zu nehmen. Zurzeit sitze ich vor dem Fernsehe, schaue irgend einen Dokumentarfilm über das Leben der Löwen und freue mich abartig, dass ich mal warme Füsse habe. Aber das auch nur, weil Molly darauf sitzt =)
Es ist soweit: die schriftlichen Prüfungen sind heute an der Reihe! Kurz vor 06.00 Uhr werde ich aus dem Tiefschlag geweckt. Schnell öffne ich die Augen und renne ins Bad. Obwohl ich noch genug Zeit habe, bin ich recht nervös und bin echt froh, als ich mich dann endlich auf den Weg machen kann. Gemeinsam mit unserer Lehrerin, Hannah, machen wir uns auf den Weg ins Prüfungszentrum. Dort warten bereits viele Schüler vor dem grossen Eingangstor. Schnell schauen noch einige in ihren Büchern einige Sachen nach. Dies macht mich unter anderem noch viel mehr nervös. Ich meine, wenn sie es jetzt nicht können, dann wissen sie es auch während der Prüfung nicht.
Endlich geht die Türe auf und Hunderte von Schülern marschieren in die riesengrosse Halle (ich komme mir vor wie in Hogwarts in der grossen Halle. Nur das feine Essen fehlt!). Die Stühle und Tische sind in Reih und Glied gestellt. Freundlicherweise werden wir zu unseren Plätzen geführt. Kaum haben alle platz genommen, fängt die erste Prüfung auch schon an: Reading. Ich habe gar keine Zeit nach rechts und links zu schauen
bzw. zu denken und im nu sind die 75 Minuten vorbei. Nach einer kurzen Pause geht auch schon der zweite Teil los. Meinen Favorite: Writing. In 90 Minuten müssen wir zwei Brief bzw. eine Geschichte schreiben. Da es mir bis jetzt noch nie an Fantasie gefehlt hat, schaffe ich diese zwei Aufgaben ohne grosse Probleme. Ich bin echt froh, dass wir eine Stunde Mittagspause haben und ich endlich was essen kann. Der Magen hat sich schon lange bemerkbar gemacht. Kurz vor 13. 20 Uhr geht es mit dem dritten und somit letzten Teil der Prüfung weiter: Use of Englisch, Grammatik! Wie das nicht schon schrecklich genug tönt. Jedenfalls geht es besser als ich gedacht habe. Kurz nach
14.30 Uhr verlassen ich und meine Mitschüler den Prüfungsraum. Überglücklich liegen wir uns in den Armen und sind einfach froh, dass wir es überstanden haben. Als wir nach draussen gelangen, steht Hannah vor uns mit einer Flasche Champagner. Na das ist ja mal eine ganz tolle Überraschung. Jeder bekommt ein halbes Glas gefüllt und wir stossen an. Kaum habe ich den ersten Schluck getrunken, muss ich auch schon feststellen, dass dieser Alkohol so ziemlich schnell Richtung Hirn wandert. Es ist auch schon ziemlich lange her, dass ich das letzte Mal was getrunken habe und dann noch den ganzen Stress um mich. Das Beste was ich jetzt dagegen machen kann: weiter trinken =)
Leider heisst es jetzt Abschied nehmen und mir verreisst es fast das Herz als ich Miguel und Rosa tschüss sagen muss. Jedenfalls ist klar, dass Perth jetzt um einige Wochen mehr Wasser hat als sonst….
Seit Wochen stelle ich mir vor, wie es wohl sein wird, wann der letzte Schultag ist und nun ist er da. Einfach so. Schon komisch. Die 17 Wochen sind jetzt wie im Flug vergangen. Ich habe das Gefühl wie ich erst doch ein wenig schüchtern in dies Schule gelaufen bin und nun hüpfe ich mit gutem Gewissen heraus. Unsere sogenannte Abschlussfeier verläuft so ziemlich informal: eine kurze Ansprache von der Direktorin, die Zeugnisübergabe und das Buffet ist eröffnet. Wir alle sind so ziemlich übermütig und schwatzen wild durcheinander.
Kurzerhand werden noch Email-Adressen, Telefonnummern und Adresse ausgetauscht bevor es an den Swan River zum Barbie (=Barbecue) geht. Das Wetter ist einfach traumhaft: stallblauer Himmel, Sonnenschein pur und als Begrüssung hüpfen gleich mal zwei Delphine im Wasser herum. Während ich die Chips in mein Territorium bringe, bewachen Ben und Jaesun die Würste, dass diese auch ja nicht
schwarz werden. Das Mittagessen verläuft lachend und weinend. Obwohl wir glücklich sind, müssen wir von einander Abschiednehmen. Es schmerzt mich
schon ein wenig. Vor allem bei gewissen Leuten, die ich während den 12 Wochen tief ins Herz geschlossen habe. Zum Glück muss ich heute Miguel und Rosa noch nicht auf Wiedersehen sagen. Sonst würdet ihr wohl heute in den Nachrichten lesen, dass Perth eine Überschwemmung hat. Für das Dessert, Kuchen und Muffin, setzen wir uns ans Seeufer und geniessen die angenehme Wärme. Leider zieht ein kalter Wind, so dass wir näher zusammenrücken um uns ein wenig aufzuwärmen. Es waren wirklich wunderbare Schulwochen und ich hatte eine unvergessliche Zeit mit diesen Leuten. Ich werde sie bestimmt gut in Erinnerung halten.
Wie schön wenn man doch mal fast eine Stunde länger ausschlafen kann! Kurz vor 08.00 Uhr marschiere ich zur Bushaltestelle und steige in den Bus Richtung Stadt. Nach einer 12 Minuten erreichen wir die Hauptstrasse. Aber was ist das? Autoschlangen bis zum Abwinken und der Verkehr kommt kein bisschen vorwärts. Nach gut 45 Minuten hat der Bus gut 100 Meter geschafft und wir schleichen an einem
grässlichen Unfall entlang: ein grosses Motorbike liegt auf der Strasse, ein Mann blutüberströmt und lauter schreiende Passanten umher. Ich schaue schnell auf die andere Seite und hoffe, dass es nur schlimm aussieht. Der Unterricht hat bereits angefangen und meine Mitschüler sind bereits tief in ihren Aufgaben vertieft (zum Glück gibt es Handys und ich habe vorher Miguel über meine Verspätung informiert). Die erste Lektion geht schnell vorbei. Nach der Pause erwartet uns Fiona, eine ehemalige Lehrerin und heutige professionelle Fitnesslehrerin auf uns: Gymlesson! Das ist genau das was ich jetzt
brauche. Endlich wieder mal Bewegung. Schon beim Einturnen schwitzen wir alle wie verrückt. Wir erhalten einen Zettel wo wir unsere Leistung drauf schreiben können um am Schluss Mr. bzw. Mrs. Fit krönen können. Nebst den Liegestützen, Rumpfbeugen und dem Stretching haben mir die Beweglichkeitsübungen am Besten gefallen. Das kann ich auch am Besten und ich bin die Einzige in meiner Klasse die ohne Anlaufschwierigkeiten den Boden mit gestreckten Beinen berühren kann oder beim sitzen die Füsse praktisch umarmen kann.
Nach gut einer Stunde schliessen wir das Fitnessprogramm mit dehnen aus. Jetzt wird es Zeit um die fittest Person auszusuchen und sehe da: Ich habe gewonnen ;o))) Und das obwohl ich so gut wie nie Sport mache! Als kleine Überraschung hat Hannah für die ganze Klasse Muffins gebacken. Ja ich weiss, nicht gerade das Ideale so nach dem Sport, aber wir haben es uns echt verdient. Morgen fällt der Unterricht aus. Das heisst für mich langes Schlafen, faulenzen und einen langen Spaziergang mit Molly am Swan River
P.s. Ich habe mich entschieden, dass ich nächstens nach Haus komme. Das genaue Datum steht noch nicht fest. Werde Morgen den Flug buchen. Jedenfalls, werde ich aber zuerst noch ein bisschen reisen gehen. Ein wenig Erholung habe ich mir jedenfalls verdient ;o))
Kurz vor 06.00 Uhr morgens klingelt mein Wecker. Nein, das kann einfach nicht sein, geht es mir durch den Kopf. Jetzt bin ich doch erst ins Bett gehüpft. Doch die Wahrheit ist: es ist tatsächlich 05.53 Uhr! Raus aus
dem Bett und unter eine kurze kalte Dusche, dass sich auch mein Hirn einschaltet. Erst jetzt wird mir richtig bewusst, dass ich in wenigen Stunden meine ersten Prüfungen ablege: speaking and listening. Aber ich mache mir eigentlich nicht grosse Sorgen. Ein grosses Maul habe ich ja schon immer gehabt ;o) Kurz nach 06.30 Uhr mache ich mich auf den Weg zur Bushaltestelle. Während ich warte fühle ich plötzlich ein komisches Gefühl an meinen Beinen. Etwa 8 Mücken haben sich darauf niedergelegt und bedienen sich von meinem köstlichen süssen Blut!!! Das kann doch nicht wahr sein! Auf dem ganzen Weg, Maylands-Perth, bin ich damit beschäftigt das Beissen zu beseitigen. Leider wird es durch das Kratzen nur noch schlimmer (ja ich weiss, dass ich es sein lassen sollte, aber es ist kaum zum Aushalten!). Eine gute halbe Stunde vorher treffe ich in der Schule an und treffe gerade auf Miguel und Rosa. Mein spanischer Clown hat sich nicht für die Prüfungen angemeldet und so hat er heute einen freien Vormittag. Das Wetter ist herrlich und eine Velotour kommt ihm hier gerade gelegen. Es sieht echt spannend, wie er das alles organisiert mit seiner Gehbehinderung und wie auf dem Bild zu sehen ist, kann Miguel nicht eine Sekunde ernst bleiben. Also ein Engel ist er definitiv nicht! Das sieht nur so aus auf dem Bild ;o)
Kurz nach 09.00 Uhr startet unser Hörverständnistest. Der Mittelteil ist ein wenig verwirrend aber die anderen Teile, habe ich bestimmt mit Bravour gemeistert. So habe ich jedenfalls das Gefühl. Für mich und Ben, mein Speaking-Partner, heisst es jetzt warten, warten, warten. Um 11.20 Uhr haben wir unsere mündliche Prüfung. Ich bin nicht so nervös wie Ben, der jede 5. Minute aufs WC rennt oder sich den Kopf in einem Baumstamm einhämmert. Nach gut 1,5 Stunden warten kommt die Stunde der Wahrheit: wir treten ins Prüfungszimmer ein. Der erste Teil besteht aus Frage-Antwort-Spiel was ziemlich gut läuft, da die Fragen etwa lauten wie: Von wo kommst du? Was gefällt dir am Besten an deinem Wohnort etc. Nach gut 3 Minuten kommt der 2. Teil dran: compare and contrast two pictures in 1 Minute! Mein Bild zeigt Leute, welche auf diverse Weise in der Stadt sich fortbewegen. Auch nicht schwer. Der dritte Teil müssen Ben und ich Bilder diskutieren und je die Vorteile sowie die Nachteile sagen. Es läuft alles wie am Schnürchen und wir haben viel zu lachen. Auch im letzten Teil, wo wir über diverse Themen diskutieren müssen, bleibt unser Humor nicht versteckt. Die 15 Minuten vergehen wie im Flug und wir sind Beide nur noch glücklich, dass wir diesen Teil so gut hinter uns gebracht haben.
Wie erklärt man den Asiaten, dass nicht alle Schweizer auf einer Bank arbeiten und reich sind? Dieses sogenannte Bild haben meine Kollegen von uns Schweizerbürger. Da nützt alles erklären nichts. Sie glauben halt mal daran, dass unser Konto in goldenen Zahlen schwebt. Schön wäre es ja.
Unsere Klasse ist heute wieder mal so ziemlich nicht aufmerksam. Anstatt die Aufgaben zu machen, schauen alle verträumt aus dem Fenster und starren in den kitschig blauen Himmel. Es wäre halt jetzt schon schöner, die letzten warmen Tage vor dem Winter zu geniessen. Unsere Lehrerin Hannah ist auch nicht motiviert uns zu unterrichten und so verlegen wir unseren Englischkurs kurzfristig beschliesst sie mit uns nach draussen zu gehen und den Unterricht dort fortzusetzen. Wir setzen uns in der Nähe der Cafeteria (siehe Bild) in den Rasen und fahren weiter. Mit frischem Sauerstoff und Sonnenenergie schalten sich sofort unsere Hirne wieder ein.
Nach der Schule mache ich mich direkt auf nach Maylands. Ich bin recht müde, lege mich aufs Sofa und geniesse mit Ross eine englische Militärkomödie. Der Abend kann beginnen.
Wie würdet ihr reagieren, wenn ihr wie gewohnt um 10.30 Uhr in die kurze Pause geht, durch den Garten wandert und plötzlich so eine Vogelartige Pflanze euch entgegenstarrt? Meine Reaktion tönt etwa so: ääääääääääääääääääää!!!!! Miguels: huuuuuuuuuch!!!! Und Rosa’s: uuuuuiiiiiii!!!! Nach dem wir uns alle wieder beruhigt haben und wir uns bzw. Miguel sich versichert hat, dass dies kein lebensbedrohendes, gefährliches, giftiges Tier ist stehen wir einige Zeit davor und diskutieren darüber, wie so eine Blume / Pflanze überhaupt wachsen kann. Für mich sieht sie echt aus wie einen Vogel. Strauss, Emu und was es sonst noch für Vögel mit langen Hälsen gibt. Kurzerhand taufe ich sie „Bird-Flower-Danny“.
Gleich nach der Schule mache ich mich auf Richtung Maylands. Ich bin recht müde und möchte mich ausruhen. Während ich den Schlüssel im Schloss umdrehe, stelle ich mir gerade vor wie ich nach einer heissen Dusche mich in mein Bett ein knuddeln kann. Zu früh gefreut! Kaum habe ich einen Schritt ins Haus gesetzt hüpft auch schon Portia auf mich und zerrt mich ins Wohnzimmer wo sie mich höflichst bittet, aufs Sofa zu sitzen. Sie hat eine Überraschung für mich (Frühstück kann es dieses Mal kaum sein!). Sie dreht die Stereoanlage voll auf und fängt an zu tanzen. Was will sie mir damit sagen bzw. zeigen? Es sieht aus wie ein Affe, der gleich daran ist verrückt zu werde. Nach gut zwei Minuten verbeugt sie sich und ich klatsche ihr zu (Höflichkeit ist sehr wichtig in unserer heutigen Gesellschaft!). Sie hat diesen Tanz für mich selbst erfunden um mir zu zeigen, dass sie tauglich ist, mit mir in den Ausgang zu gehen (habe ihr vor ein paar Tagen erklärt, wie ich zu Hause mit meinen Freunden am Wochenende fort gehe (einfach noch zum klarstellen: wie ein Affe tanzen wir dann nicht!!)). Zum Glück sind ihre Eltern dagegen. Aber ist irgendwie doch süss, was sie für mich alles macht oder? =)
Als kurz nach 06.15 Uhr mein Wecker läutet und ich versuche aufzustehen, habe ich das Gefühl, einen Lastwagen ist über mich gefahren. Ich werde wirklich langsam zu alt für solche Abenteuer. Portia ist schon lange vor mir wach gewesen und als ich in die Küche komme, steht an meinem Platz schon eine Tasse Tee und zwei Stück Toast mit Peanutbutter. Meine Gastschwester erzählt mir freudig, dass sie es selbst gemacht hat, weil ich ihr am Wochenende so toll mit den Franz- (*räusper*) und der Mathematikhausaufgaben geholfen habe. Na das ist ja ein Luxus. Wenn ich das gewusst hätte, hätte ich ihr schon viel früher angeboten zu helfen =)
In der Schule ist es wieder mal so ziemlich langweilig und ich schlafe fast ein. Um mich wach zu halten nehme ich einige bunte Stifte zur Hand und nach gut drei Stunden ist mein Schulbuch voll verziert mit kleinen Kreaturen. Am Nachmittag ist es nicht viel besser und sogar unsere strenge Lehrerin Hannah spürt wohl das Wochenende in den Knochen. So erlaubt sie uns, ausnahmsweise, 20 Minuten vorher zu gehen. In der Stadt erledige ich noch einige Einkäufe, bevor ich dann den Bus Richtung Maylands nehme. Schon wieder geht einen weiteren Montag zu Ende und das Wochenende kommt einen kleinen Schritt näher….
Fotos: Diese entstanden auf dem 3-tägigen-Ausflug Richtung Albany. Die Papageien waren sehr zu traulich und es kitzelte richtig, wenn sie aus meiner Hand frassen. Das zweite Bild ist auch 61 Meter Höhe entstanden =)
Übrigens: diesen Samstag wurde in Albany (Souht-West-Australia) einen Mann von einem weissen Hai attackiert (Blick hat sicher darüber berichtet!) und das etwa 50 Meter vom Ufer entfernt. An diesem Stand habe ich übrigens auch schnell meine Füsse darin gebadet. Einfach so zum klar stellen, dass ich ab jetzt so ziemlich vorsichtig bin bevor ich ins Wasser gehe und andere Leute vorgehen lassen werde um die Lage zu checken!
In der Nacht regnet es wie in Strömen. Das bedeutet für mich erstens kalte Füsse und zweitens Molly kurz nach 3.30 Uhr in meinem Zimmer. Nach dieser nicht allzu ruhigen Nacht mache ich mich am Morgen früh auf Richtung Schule. Bevor ich jedoch dort ankomme marschiere ich noch einige Minuten in der Stadt. Die neue Winter-Kleiderkollektion ist da und die sieht echt chic aus. Das sieht ganz nach einer Shoppingtour am Wochenende aus. In der Schule können wir uns auch heute nicht richtig konzentrieren. Irgendwie ist allen die Energie ausgegangen und die Informationen von den
Lehrern gehen ins einte Ohr rein und beim Anderen wieder raus. Zum Glück ist unsere Lehrerin heute ziemlich locker drauf und sie stört es nicht gross wenn Miguel und meine Kollegen faxen schneiden. Das Gute daran ist ja, dass wir in Englisch reden. So macht doch lernen einfach Spass. Am Abend gehe ich mit Portia, Val und Molly spazieren. Der Himmel ist wieder mal atemberaubend und die Sterne glänzen von ihrer besten Seite. Jedes Mal laufen wir an einer Polizeistation vorbei wo sie Pferde und Hunde trainieren. Heute haben Portia und ich Karotten und Äpfel mitgebracht. Insgesamt hat es etwa fünf grosse Pferde welche sich total auf uns freuen. Nach der Fütterung und einem weiteren kurzen Marsch wartet auf uns eine heisse Schokolade mit Marshmallows. Und so geht schon wieder einen Tag hier in Perth für mich zu Ende.
Da ich gestern schon vor 21.00 Uhr ins Bett ging, habe ich heute keine grosse Probleme zum Aufstehen. Obwohl ich eigentlich das Bett schon mehr bevorzuge, als die Schule. Vor der Türe wartet schon ungeduldig Molly auf mich. (Ross erklärt mir wenig später, dass er sie im Zimmer eingesperrt hat, dass sie mich nicht immer weckt!). Im Badezimmer treffe ich auf eine übermüde Portia an und mit einem
kurzen Nicken, das ausschaut wie „Good Morning“, macht sie mir freien Raum. Zum Frühstück gönne ich mir heute ein Toast mit Peanutbutter. Irgendwie habe ich so richtig Lust darauf, wieder mal einen ungesunden Tag zu machen. Während ich mich in die Stadt von „meiner“ Japanerin (die neue Mitstudentin, welche ich überaus sehr komisch finde (sehr nett gesagt!)) flüchte und entlang den Schaufenstern schlendere, kommt mir ein herrlicher Gipfeliduft entgegen. Wäre halt schon wieder mal etwas so in ein feines Ding reinzubeissen aber ich höre schon eine
Stimme in meinem Kopf die Negativen Seiten aufzuzählen. Schliesslich wird es für mich Zeit in die Schule zu gehen. Die erste Morgenstunde vergeht wie im Flug und in der Pause unterhalte ich mich mit meinen koreanischen Freunden. Besonders Jeungmin hat es mir angetan und kurzerhand zeigen wir „unseren“ Mannen, was es heisst ein echtes Topmodel zu sein *hüstelräusper*. Am Mittag setze ich mich mit meinen spanischen Freunden, Miguel und Rosa, unter die Sonne und geniessen die wahrscheinlich letzten warmen Sommertagen hier in Down-under. Eigentlich schade und wenn ich an die Schweiz denke und ich mir vorstelle, dass es bald Sommer ist…hmmm…zurück kommen würde ich sowieso nicht so gleich. Für das gefällt es mir hier unter viel zu gut ;o)) Am Abend gehe ich mit Portia, Molly, Val und der Japanerin laufen unter dem prachtvollen Sternenhimmel. Ich geniesse total diese Zeit und ich kann so richtig abschalten vom Alltag. Das Beste ist aber, dass zu Hause in meinem Zimmer Coockies warten, die ich mir heute gekauft habe. Selbstverständlich sind sie nicht so gut wie die meiner lieben Schwester, die ich übrigens total vermisse, aber besser diese als gar keine, oder? =)