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University of Western Australia

UWA Ich bin ja schon ein bisschen stolz auf mich, dass ich meinen Sprachaufenthalt an einer der besten Universitäten in der Welt absolvieren durfte. Schon der Anblick ist gewaltig und ich bestätige hier, schwarz auf weiss, dass ich mich doch tatsächlich fürs Studieren bemühen werde, wenn wir auch so eine Schule in der Schweiz hätten. UWA Nicht nur von Aussen ist es faszinierend. Der antike Baustil und die Ruhe darin ist einfach unglaublich: Hunderte von Bäumen und Blumen umarmen die sonderbare Atmosphäre des Geländes. Ich habe mich in unserer Bibliothek in der Schule schlau gemacht und herausgefunden, dass die UWA (University of Western Australia) im Jahre UWA 1911 gegründet wurde und somit die älteste Hochschule Australien ist. Sie bietet unter anderem neun Fakultäten an, liegt direkt am Swan River und hat schon fast 100′000 Schüler graduiert. Eigentlich ist die Uni wie eine altrömische Stadt. Auch meine Prüfungen fanden im Gelände statt und dieser war eigentlich einer der kleineren Räume. Am meisten fasziniert mich, dass es viele Wasserquellen hat und die Umgebung mit viele leibe gepflegt wird. So hat zum Beispiel jeder Grashalm die gleiche Höhe (ist jedenfalls mein Eindruck). Jedes Wochenende hat es Hochzeitfeiern dort. Zum Fotos machen ist es sicher einen super Ort aber wenn ich mir vorstelle, ich würde in meiner alten Schule heiraten…nenenene, da ziehe ich das Disney Land doch vor ;o)

UWA Und was habe ich so gemacht heute? Laaaaaaannngggeeee ausgeschlafen und mit Molly ein Frühstück im Trainier vor dem Fernseh genossen (wir haben übrigens beide unser Pyjama getragen. Ihr erinnert euch noch an das süsse blaue Kleidchen mit dem Knochen darauf?). Kurz nach 10.00 Uhr bin ich dann in die Stadt gegangen und habe einen Tagesausflug für Freitag zum Wave Rock gebucht. Da es UWA wieder angefangen hat zu regnen, nahm ich den Bus nach Hause und habe weitere Reisen für Juni / Juli geplant (ich werde auch dieses Programm bald veröffentlichen). Es ist echt ein super Gefühl einfach planen und machen was man will ohne gross auf etwas Rücksicht zu nehmen. Zurzeit sitze ich vor dem Fernsehe, schaue irgend einen Dokumentarfilm über das Leben der Löwen und freue mich abartig, dass ich mal warme Füsse habe. Aber das auch nur, weil Molly darauf sitzt =)

 

2. Teil FCE

Prüfungshalle FCE Es ist soweit: die schriftlichen Prüfungen sind heute an der Reihe! Kurz vor 06.00 Uhr werde ich aus dem Tiefschlag geweckt. Schnell öffne ich die Augen und renne ins Bad. Obwohl ich noch genug Zeit habe, bin ich recht nervös und bin echt froh, als ich mich dann endlich auf den Weg machen kann. Gemeinsam mit unserer Lehrerin, Hannah, machen wir uns auf den Weg ins Prüfungszentrum. Dort warten bereits viele Schüler vor dem grossen Eingangstor. Schnell schauen noch einige in ihren Büchern einige Sachen nach. Dies macht mich unter anderem noch viel mehr nervös. Ich meine, wenn sie es jetzt nicht können, dann wissen sie es auch während der Prüfung nicht.

Endlich geht die Türe auf und Hunderte von Schülern marschieren in die riesengrosse Halle (ich komme mir vor wie in Hogwarts in der grossen Halle. Nur das feine Essen fehlt!). Die Stühle und Tische sind in Reih und Glied gestellt. Freundlicherweise werden wir zu unseren Plätzen geführt. Kaum haben alle platz genommen, fängt die erste Prüfung auch schon an: Reading. Ich habe gar keine Zeit nach rechts und links zu schauen Rosa und ich bzw. zu denken und im nu sind die 75 Minuten vorbei. Nach einer kurzen Pause geht auch schon der zweite Teil los. Meinen Favorite: Writing. In 90 Minuten müssen wir zwei Brief bzw. eine Geschichte schreiben. Da es mir bis jetzt noch nie an Fantasie gefehlt hat, schaffe ich diese zwei Aufgaben ohne grosse Probleme. Ich bin echt froh, dass wir eine Stunde Mittagspause haben und ich endlich was essen kann. Der Magen hat sich schon lange bemerkbar gemacht. Kurz vor 13. 20 Uhr geht es mit dem dritten und somit letzten Teil der Prüfung weiter: Use of Englisch, Grammatik! Wie das nicht schon schrecklich genug tönt. Jedenfalls geht es besser als ich gedacht habe. Kurz nach Rosa, Ich, Ben 14.30 Uhr verlassen ich und meine Mitschüler den Prüfungsraum. Überglücklich liegen wir uns in den Armen und sind einfach froh, dass wir es überstanden haben. Als wir nach draussen gelangen, steht Hannah vor uns mit einer Flasche Champagner. Na das ist ja mal eine ganz tolle Überraschung. Jeder bekommt ein halbes Glas gefüllt und wir stossen an. Kaum habe ich den ersten Schluck getrunken, muss ich auch schon feststellen, dass dieser Alkohol so ziemlich schnell Richtung Hirn wandert. Es ist auch schon ziemlich lange her, dass ich das letzte Mal was getrunken habe und dann noch den ganzen Stress um mich. Das Beste was ich jetzt dagegen machen kann: weiter trinken =)

Leider heisst es jetzt Abschied nehmen und mir verreisst es fast das Herz als ich Miguel und Rosa tschüss sagen muss. Jedenfalls ist klar, dass Perth jetzt um einige Wochen mehr Wasser hat als sonst….

 

Versteck dich!

Maylands Wie erklärt man einem Hund das Spiel „Versteck dich!“? Ehrlich gesagt, ich weiss es auch nicht! Aber wenn man eine Molly Marshall hat, benötigt es keine Erklärung dazu. Da es draussen stürmt und regnet ist so ein gemütlicher Tag im Hause genau richtig. Val arbeitet, Portia ist in der Schule und Ross bei seiner Mutter. So sind Molly und ich alleine zu Hause. Nach dem ich ihr durchs ganze Haus gerannt bin, weil sie mir mein Brot vom Frühstück gestohlen hat (ganz schlau gemacht: Ich habe mein Toast auf einem Teller auf den Esstisch gestellt. Danach bin ich wieder in die Küche gegangen um mir meinen Tee zu holen. Während dem ist Molly auf den Stuhl gehüpft und hat Maylands sich mir mein Morgenessen geschnappt), liegen wir Beide ausser Atem auf dem Sofa. Während ich in einem Magazin blättere hüpft Molly auf mich und will mir irgend etwas erklären. Sie rennt davon. Ich ihr hinterher. Keine Molly weit und breit. „Molly!“ Es bleibt ruhig. Da unter dem Sofa schaut etwas Weisses hervor. Könnte einer Pfote gehören, genauer gesagt, Mollyspfote. Kaum tippe ich leicht mit meinem Finger darauf, flitzt der kleine, dicke Hund schon hervor und hüpft ins Wohnzimmer. Versuchen wir es mal umgekehrt: ich verstecke mich (in der Waschküche hinter dem Bügelbrett). Kurze Zeit später höre ich Molly wie sie auf dem Steinboden hin und her tapst. Ich verhalte mich Molly ganz ruhig und versuche so leise wie möglich zu atme. Es geht nicht lange sehe ich eine kleine schwarze Nase. Sie hat mich gefunden und bellt wie sie mir sagen möchte: „ich bin halt ein super Suchhund!“. Wir drehen den Spies wieder um und Molly versteckt sich. Nach gut einer Minute laufe ich los und suche ich. Wo könnte sie wohl sein? Ich bleibe stehen und versuche sie zu hören. Irgend etwas atmet schwer. Vorsichtig begebe ich mich ins Nebenwohnzimmer. Auf einem Stuhl liegt ein Schlafsack und der raschelt ganz komisch. Auf den Zehenspitzen gehe ich darauf zu und entdecke etwas Weisses eingekuschelt. Molly zittert leise. So sehr strengt sie sich an, dass ich Molly sie nicht höre. Ich ducke mich und gehe auf die Seite. Vorsichtig hebt sie den Kopf und schaut neugierig herum. Sie kann mich wohl riechen. Getraut sich aber nicht gross aufzustehen. Könnte ja sein, dass ich sie entdecke. Langsam hebe auch ich meinen Kopf und mit verblüfften Augen schaut sie mich an. Ich lache sie aus und sofort hüpft sie mir entgegen. Mich wirft es nach hinten und Molly über meinen Kopf hinaus. Da liegen wir nun auf dem Boden: ich lachend und sie bellend. Ich schaue ihr in die Auge und kann daraus lesen, dass sie das Selbe denkt wie ich: Nochmals! Schon stehe ich auf und springe davon. Was wird wohl mein nächstes Versteck sein?

 

10 Days Outback

Viel Vergnügen beim Lesen. Ich kann es kaum erwarten, bis die Tour beginnt!!!

Tag 1: Mi, 18. Juni 2008

Perth- Kalbarri

-       Pinnacles Desert (ca. 4 Meter hohe verwitterten Kalksteinsäulen)

-       Sandboarding (Surfen über die natürlichen Sanddünen)

 

Tag 2: Do, 19. Juni 2008

Kalbarri – Monkey  Mia

-       Kalbarri National Park (Buschspaziergang zum berühmten „Natures Window“ = Bizarre Felsformation)

-       Shark Bay (Ich glaube der Begriff spricht für sich =))

-       Shellbeach (Der längste (ca. 110km) Muschelstrand in der Welt)

 

Tag 3: Fr, 20. Juni 2008

Monkey Mia – Coral Bay

-       Mokey Mia (Delphinfütterung am Strand. Anschliessend Katamaran oder Kayak)

-       Stromatolites (Älteste Form alles Leben unserer Erde. Stromatolites ist ein Microorganismus)

 

Tag 4: Sa, 21. Juni 2008

Coral Bay – Exmouth

-       Ningaloo Reef (Schnorcheln im Korallenriff; über 500 Arten tropischen Fischen, Wasserschildkröten, Stachelrochen, Mantarochen, Seekühe und wenn ich Pech habe treffe ich auch noch auf Riffhaien, Tigerhaien und Hammerhaien)

 

Tag 5: So, 22. Juni 2008

Exmouth

-       Whale-Sharks (Das wird wohl mein grösstes Abenteuer in meinem ganzen Leben!!! Diese können bis zu 20 Meter lang werden, sind über 12 Tonnen schwer und sind grundsätzlich Vegetarier, hoffe ich. Mir wurde mitgeteilt, dass die bis zu einem Meter nahe an die Menschen kommen *bibber*)

 

Tag 6: Mo, 23. Juni 2008 (soweit ich nicht gefressen worden bin ;o))

Karijini – Hammersley

-       Hammersley Ranges (Gebirgsregion, Ausschau für Känguruhs, Kühe und Eidechsen)

-       Karijini National Park (rote Felsen, grüne Bäume (gibt es die auch in einer anderen Farbe?) und blauer Himmel)

 

Tag 7 & 8: Di, 24. Juni 2008, Mi, 25. Juni 2008

Karijini 

-       Bushwalk (Baden in den natürlichen Wasserfällen und Pools)

-       Bushcamp (Ich hoffe all die Kriechtiere sind dann in den Ferien. Mit einem ängstlichen Gedanke sage ich mal: No risk, no fun!)

 

Tag 9: Do, 26. Juni 2008

Karijini – Mt Magnet

-       Meekatharra (Bergbauregion, Aborigninesdorf)

-       Farmaufenthalt

 

Tag 10: Fr, 27. Juni 2008

Mt Magnet – Perth

-       New Norcia (Spanisches Mönchdorf)

-       Swan Valley (Weinanbaugebiet)

-       Perth (Rückfahrt)

 

Go Portia Go!!!

Hockey-Match Der Wecker reisst mich kurz nach 09.00 Uhr aus dem Tiefschlaf und ich habe das Gefühl ein Lastwagen ist über meinen Kopf gerollt. Ich habe so Kopfschmerzen. Völlig benommen laufe ich ins Bad uns stelle mich zuerst fünf Minuten unter eine kalte Dusche. Ein wenig hat der Druck nachgelassen. In der Küche wartet schon völlig aufgeregt Porti auf mich. Ross stösst ein Gebet zum Himmel hinauf und erklärt mir, dass seine Tochter schon Angst gehabt hat, dass ich ihr Hockey-Match vergessen habe. Ich lächle Portia zu und beruhige sie in dem ich ihr erklären, dass ich so was wichtiges doch nie vergessen würde. Hockey-Match Eine halbe Stunde später sitzt die ganze Familie inkl. mir im Auto Richtung Hockeyplatz. Meine Gastschwester zappelt nervös neben mir auf und ab. Sie möchte sich ja nicht vor mir blamieren. Ist das nicht süss?!? Wir erreichen wenig später ein riesengrosses Feld, welches in elf Spielfeldern aufgeteilt wurde wo schon die ersten Spiele stattfinden. Portia stellt mich als „This is my Student Nadine“ ihren Kolleginnen vor. Die Hockey-MatchKleinen“ sind ganz fasziniert von mir und ich werde gezwungen zu beschreiben wie sich Schnee anfühlt (kleine Bemerkung: hier in Perth schneit es nie!).  Der erste Pfiff und die Spieler beider Mannschaften stürmen auf den Ball los. Eltern, Lehrer und Kollegen stehe am Feldrand und schreien ihren Kindern zu was sie zu tun haben. Wenn diese das nicht schon besser wissen. Aber was kann man gegen emotionale Eltern tun? Die wollen ja schliesslich nur das Beste für ihre Kinder ;o) Portias Mannschaft hat einen guten Zusammenhalt und es ist wirklich schön Hockey-Match zu zu sehen wie sie miteinander spielen. Keine Alleingänge und jeder hat gleich viel Chance den Ball zu berühren. Leider kann die Gegenmannschaft durch ungünstige Momente zwei Tore erzielen. Und so bleibt es auch zum Schluss 0:2. Portia ist ein wenig enttäuscht doch ihre Trainerin lobt die Kinder und meint, dass es wichtiger ist zusammen zu spielen und eine gute Taktik hat. Insgesamt liegt Portias Team recht weit vorne und sie haben gute Chance auf einen Podestplatz am Ende der Saison. Ich drücke ihr jedenfalls fest die Daumen. Wieder in Maylands angekommen, habe ich das Gefühl mein Kopf zerplatzt. Ich verabschiede mich von der Familie und gehe in Hockey-Match mein Zimmer um wenig auszuruhen. Eigentlich wollte ich noch eine Tablette nehmen, doch ich schlafe schon vorher auf dem Bett ein. Zum Glück habe ich vorher noch den Wecker gestellt. Sonst hätte ich wohl den ganzen Nachmittag durchgeschlafen. Das Kopfweh ist immer noch da und ich habe das Gefühl es ist schlimmer als zuvor. Schnell nehme ich eine Tablette und verkrieche mich wieder unter die Bettdecke. Zum Glück wirkt diese schnell und nach gut einer halben Stunde befinde ich mich mit Molly auf dem Weg Richtung Swan River. Die Sonne lacht mir ins Gesicht und ich bin einfach glücklich, dass ich hier sein kann und weiss, dass mich „meine“ Molly nie im Stich lassen würde…

 

It’s time to say goodbye ;o(

 

Schulabschluss Seit Wochen stelle ich mir vor, wie es wohl sein wird, wann der letzte Schultag ist und nun ist er da. Einfach so. Schon komisch. Die 17 Wochen sind jetzt wie im Flug vergangen. Ich habe das Gefühl wie ich erst doch ein wenig schüchtern in dies Schule gelaufen bin und nun hüpfe ich mit gutem Gewissen heraus. Unsere sogenannte Abschlussfeier verläuft so ziemlich informal: eine kurze Ansprache von der Direktorin, die Zeugnisübergabe und das Buffet ist eröffnet. Wir alle sind so ziemlich übermütig und schwatzen wild durcheinander.

Schulabschluss  Kurzerhand werden noch Email-Adressen, Telefonnummern und Adresse ausgetauscht bevor es an den Swan River zum Barbie (=Barbecue) geht. Das Wetter ist einfach traumhaft: stallblauer Himmel, Sonnenschein pur und als Begrüssung hüpfen gleich mal zwei Delphine im Wasser herum. Während ich die Chips in mein Territorium bringe, bewachen Ben und Jaesun die Würste, dass diese auch ja nicht Schulabschluss schwarz werden. Das Mittagessen verläuft lachend und weinend. Obwohl wir glücklich sind, müssen wir von einander Abschiednehmen. Es schmerzt mich Schulabschluss schon ein wenig. Vor allem bei gewissen Leuten, die ich während den 12 Wochen tief ins Herz geschlossen habe. Zum Glück muss ich heute Miguel und Rosa noch nicht auf Wiedersehen sagen. Sonst würdet ihr wohl heute in den Nachrichten lesen, dass Perth eine Überschwemmung hat. Für das Dessert, Kuchen und Muffin, setzen wir uns ans Seeufer und geniessen die angenehme Wärme. Leider zieht ein kalter Wind, so dass wir näher zusammenrücken um uns ein wenig aufzuwärmen. Es waren wirklich wunderbare Schulwochen und ich hatte eine unvergessliche Zeit mit diesen Leuten. Ich werde sie bestimmt gut in Erinnerung halten.Schulabschluss Schulabschluss Schulabschluss Schulabschluss Schulabschluss Schulabschluss Schulabschluss Schulabschluss Schulabschluss 

 

Nadine nach Hause gehn

..Ich komme E.T. wohl ziemlich ganz nahe?! ;o)) Ich kann es selber noch gar nicht richtig begreifen, dass ich tatsächlich nach Hause komme. Es ist echt ein komisches Gefühl. Auf der einen Seite freue ich mich riesig und auf der anderen muss ich sagen, war es das schon? Aber meine Freude nach Hause zu kommen liegt auf der stärkeren Seite.

Aircraft: BOEING 777-300 Emirates

Arrive: Zürich

Date: 16 July 2008, Wedensday (Mittwoch ;o))

Time: 13:20

Eifach so aus Information a die, wo sech wörde per Zuefall a dem Tag langwiile ;o))

Swan River Völlig aus einem tiefen Traum reisst mich der Wecker heute kurz nach 09.30 Uhr. Ich drehe mich auf die Seite, das Kissen auf den Kopf und ich versuche wieder einzuschlafen. Doch zu spät: Molly hat schon meinen Wecker gehört und knallt gegen die Türe. Was ich nicht alles für diesen Hund mache? Verschlafen torkle ich in die Küche und begrüsse Ross mit einem schwachen „Good Morning“. Morning? Für ihn hat den Tag schon kurz nach 06.00 Uhr angefangen. Er lacht mich aus und meint nur, dass ich ein typisches Beispiel der heutigen Jugend bin: Abends spät aufbleiben und morgens kaum aus dem Bett (hat was ;o)). Ihr fragt euch jetzt bestimmt warum ich nicht in der Schule bin! Ja das ist so eine Sache: an unserem offiziellen letzten Schultag hat unsere Lehrerin auf dem Programm nochmals Hörverständnis zu machen und das obwohl diese Prüfungen am Dienstag war. So haben ich und 13 andere Schüler entschieden einige alte Prüfungen zu kopieren und diese zu Hause erledigen. Kurz nach dem Frühstück mache ich mich auf in die Stadt um mein langersehntes Ticket in die Schweiz zu buchen. Swan River Nach gut 20 Minuten warten und 15 Minuten Gespräch mit dem Büroangestellten, verlasse ich strahlend das Gebäude mit meinem Ticket in der Hand. Weiter geht’s Richtung Reisebüro um mich über Ausflüge bzw. Exkursionen zu erkundigen. Schliesslich habe ich noch gut 1,5 Monaten jetzt Zeit um das Land zu bereisen (weitere Details darüber folgen, so bald es definitiv ist!). Kurz nach 13.00 Uhr erreiche ich wieder Maylands. Ich schnappe mir mein Buch, Molly und ein Stück Kuchen und mache mich auf Richtung Swan River. Es ist wahnsinnig wie warm (23°) es ist und das im tiefsten Winter in Perth. Ich setze mich auf eine Bank, nehme mein Buch und Stück Kuchen hervor und fange an zu lesen, während Molly den Enten nach jagt und sich überlegt ob das Wasser wohl genug warm ist um drein zu hüpfen. Schlussendlich entscheidet sie sich dagegen, hüpft auf die Bank und schmeigt sich an mich. So vergeht der ganzen Nachmittag und als die Sonne langsam verschwindet stelle ich erschreckend fest, dass es bereits nach 17.00 Uhr ist. Ich schnappe mir Molly und ich laufe mit einem entspannten, glücklichen Gesicht der Sonne entgegen.

 

Gym

Gym Wie schön wenn man doch mal fast eine Stunde länger ausschlafen kann! Kurz vor 08.00 Uhr marschiere ich zur Bushaltestelle und steige in den Bus Richtung Stadt. Nach einer 12 Minuten erreichen wir die Hauptstrasse. Aber was ist das? Autoschlangen bis zum Abwinken und der Verkehr kommt kein bisschen vorwärts. Nach gut 45 Minuten hat der Bus gut 100 Meter geschafft und wir schleichen an einem Fiona grässlichen Unfall entlang: ein grosses Motorbike liegt auf der Strasse, ein Mann blutüberströmt und lauter schreiende Passanten umher. Ich schaue schnell auf die andere Seite und hoffe, dass es nur schlimm aussieht. Der Unterricht hat bereits angefangen und meine Mitschüler sind bereits tief in ihren Aufgaben vertieft (zum Glück gibt es Handys und ich habe vorher Miguel über meine Verspätung informiert). Die erste Lektion geht schnell vorbei. Nach der Pause erwartet uns Fiona, eine ehemalige Lehrerin und heutige professionelle Fitnesslehrerin auf uns: Gymlesson! Das ist genau das was ich jetzt Fiona und Ben brauche. Endlich wieder mal Bewegung. Schon beim Einturnen schwitzen wir alle wie verrückt. Wir erhalten einen Zettel wo wir unsere Leistung drauf schreiben können um am Schluss Mr. bzw. Mrs. Fit krönen können. Nebst den Liegestützen, Rumpfbeugen und dem Stretching haben mir die Beweglichkeitsübungen am Besten gefallen. Das kann ich auch am Besten und ich bin die Einzige in meiner Klasse die ohne Anlaufschwierigkeiten den Boden mit gestreckten Beinen berühren kann oder beim sitzen die Füsse praktisch umarmen kann. Gym Nach gut einer Stunde schliessen wir das Fitnessprogramm mit dehnen aus. Jetzt wird es Zeit um die fittest Person auszusuchen und sehe da: Ich habe gewonnen ;o))) Und das obwohl ich so gut wie nie Sport mache! Als kleine Überraschung hat Hannah für die ganze Klasse Muffins gebacken. Ja ich weiss, nicht gerade das Ideale so nach dem Sport, aber wir haben es uns echt verdient. Morgen fällt der Unterricht aus. Das heisst für mich langes Schlafen, faulenzen und einen langen Spaziergang mit Molly am Swan River

P.s. Ich habe mich entschieden, dass ich nächstens nach Haus komme. Das genaue Datum steht noch nicht fest. Werde Morgen den Flug buchen. Jedenfalls, werde ich aber zuerst noch ein bisschen reisen gehen. Ein wenig Erholung habe ich mir jedenfalls verdient ;o))

 

1. Teil FCE

Kurz vor 06.00 Uhr morgens klingelt mein Wecker. Nein, das kann einfach nicht sein, geht es mir durch den Kopf. Jetzt bin ich doch erst ins Bett gehüpft. Doch die Wahrheit ist: es ist tatsächlich 05.53 Uhr! Raus aus Miguel dem Bett und unter eine kurze kalte Dusche, dass sich auch mein Hirn einschaltet. Erst jetzt wird mir richtig bewusst, dass ich in wenigen Stunden meine ersten Prüfungen ablege: speaking and listening. Aber ich mache mir eigentlich nicht grosse Sorgen. Ein grosses Maul habe ich ja schon immer gehabt ;o) Kurz nach 06.30 Uhr mache ich mich auf den Weg zur Bushaltestelle. Während ich warte fühle ich plötzlich ein komisches Gefühl an meinen Beinen. Etwa 8 Mücken haben sich darauf niedergelegt und bedienen sich von meinem köstlichen süssen Blut!!! Das kann doch nicht wahr sein! Auf dem ganzen Weg, Maylands-Perth, bin ich damit beschäftigt das Beissen zu beseitigen. Leider wird es durch das Kratzen nur noch schlimmer (ja ich weiss, dass ich es sein lassen sollte, aber es ist kaum zum Aushalten!). Eine gute halbe Stunde vorher treffe ich in der Schule an und treffe gerade auf Miguel und Rosa. Mein spanischer Clown hat sich nicht für die Prüfungen angemeldet und so hat er heute einen freien Vormittag. Das Wetter ist herrlich und eine Velotour kommt ihm hier gerade gelegen. Es sieht echt spannend, wie er das alles organisiert mit seiner Gehbehinderung und wie auf dem Bild zu sehen ist, kann Miguel nicht eine Sekunde ernst bleiben. Also ein Engel ist er definitiv nicht! Das sieht nur so aus auf dem Bild ;o)

Kurz nach 09.00 Uhr startet unser Hörverständnistest. Der Mittelteil ist ein wenig verwirrend aber die anderen Teile, habe ich bestimmt mit Bravour gemeistert. So habe ich jedenfalls das Gefühl. Für mich und Ben, mein Speaking-Partner, heisst es jetzt warten, warten, warten. Um 11.20 Uhr haben wir unsere mündliche Prüfung. Ich bin nicht so nervös wie Ben, der jede 5. Minute aufs WC rennt oder sich den Kopf in einem Baumstamm einhämmert. Nach gut 1,5 Stunden warten kommt die Stunde der Wahrheit: wir treten ins Prüfungszimmer ein. Der erste Teil besteht aus Frage-Antwort-Spiel was ziemlich gut läuft, da die Fragen etwa lauten wie: Von wo kommst du? Was gefällt dir am Besten an deinem Wohnort etc. Nach gut 3 Minuten kommt der 2. Teil dran: compare and contrast two pictures in 1 Minute! Mein Bild zeigt Leute, welche auf diverse Weise in der Stadt sich fortbewegen. Auch nicht schwer. Der dritte Teil müssen Ben und ich Bilder diskutieren und je die Vorteile sowie die Nachteile sagen. Es läuft alles wie am Schnürchen und wir haben viel zu lachen. Auch im letzten Teil, wo wir über diverse Themen diskutieren müssen, bleibt unser Humor nicht versteckt. Die 15 Minuten vergehen wie im Flug und wir sind Beide nur noch glücklich, dass wir diesen Teil so gut hinter uns gebracht haben.

 

Molly und ich

Eine Erklärung dafür benötigt es wohl heute nicht =)

Molly und ich